WIEN (dpa-AFX) - Der Wiener Aktienmarkt hat am Donnerstag den Handel mit Abschlägen beendet. Der österreichische Leitindex ATX
Marktbeobachter verwiesen vor allem auf die jüngsten US-Zolldrohungen von Donald Trump als Belastungsfaktor. Der US-Präsident kündigte 25 Prozent Zölle auf alle Autoimporte an und verschärft damit den Handelsstreit mit der Europäischen Union. Die hohen Zölle sollen am 2. April in Kraft treten, wie es aus dem Weißen Haus hieß.
Am Wiener Aktienmarkt rutschten die Titel von Voestalpine
Unter den schwergewichteten Banken verbilligten sich Bawag
Mit Geschäftszahlen rückten zudem Porr und CA Immo in den Blick der Anleger. Der Baukonzern Porr hat seine Gewinne im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz Wirtschaftskrise und Flaute in der Baubranche insgesamt ausbauen können. Das Konzernergebnis stieg gegenüber 2023 um 14,6 Prozent auf 108,9 Millionen Euro. Die Produktionsleistung nahm um 2,6 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro leicht zu. Die Analysten der Erste Group stuften die Zahlen für 2024 als im Rahmen der Erwartungen ein, der Dividendenvorschlag und der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr überraschten hingegen positiv. Die Porr-Titel gaben 0,5 Prozent nach. Die Branchenkollegen Wienerberger
Die CA Immo
Publik wurden zudem pessimistischere Konjunkturprognosen für Österreich. Die Wirtschaftsforscher von Wifo und IHS senkten ihre Konjunkturprognose für 2025 massiv und erwarten für Österreich das dritte Rezessionsjahr in Folge. Im Dezember ging man noch von einem Wirtschaftswachstum von 0,6 beziehungsweise 0,7 Prozent für dieses Jahr aus, nun wird ein Rückgang um 0,3 beziehungsweise 0,2 Prozent prognostiziert. Das Budgetdefizit soll 2025 erneut die Maastricht-Grenze von 3 Prozent des BIP überschreiten und trotz Sparpakets bei 3,3 Prozent (Wifo) beziehungsweise 3,2 Prozent (IHS) liegen./ste/sto/APA/men
Quelle: dpa-Afx