Dierig-Konzern kann mit starken Immobiliengeschäften Ergebniseinbruch im Textilsegment fast ausgleichen und zahlt konstante Dividende

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16.04.2026 / 10:00 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Dierig-Konzern kann mit starken Immobiliengeschäften Ergebniseinbruch im Textilsegment fast ausgleichen und zahlt konstante Dividende

* Konzernumsatz geht auf 46,4 Millionen Euro zurück, Vorsteuerergebnis sinkt auf 3,4 Millionen Euro

* Erste Wohnungen im Mühlbach-Quartier zum Jahreswechsel 2025 auf 2026 fertiggestellt

* Standort Porschestraße in Gersthofen vorzeitig an einen Generalmieter nachvermietet

* Kundeninsolvenzen und Fehlschläge bei Warenwirtschaft und Logistikverlagerung belasten Umsatz und Ertrag im Textilsegment

* Übernahme der N&K Bielefelder Wäsche GmbH zum Jahresende 2025

* Dividendenvorschlag für 2025 in Höhe von unverändert 25 Cent je Aktie

* Ausblick auf 2026 aufgrund weltpolitischer Verwerfungen und schwieriger Konsumkonjunktur eingetrübt

Augsburg, 16. April 2026 - 2025 erwirtschaftete der Dierig-Konzern einen Umsatz von 46,4 Millionen Euro (im Vorjahr 50,2 Millionen Euro) und blieb damit um 7,6 Prozent unter dem Vorjahresumsatz. Vom Konzernumsatz des Jahres 2025 entfallen 28,2 Millionen Euro (im Vorjahr 34,6 Millionen Euro) auf das Textilsegment und 18,2 Millionen Euro (im Vorjahr 15,6 Millionen Euro) auf das Immobiliensegment.

Immobiliensegment weiter auf Wachstumskurs

Das Immobiliensegment konnte 2025 seinen Wachstumskurs fortsetzen. Erfreulich entwickelten sich im Immobiliensegment insbesondere die Bauarbeiten im Mühlbach-Quartier, bei dem die ersten 26 von insgesamt 211 Wohnungen bereits Anfang 2026 bezugsfertig waren. "Mit den neuen Wohnungen leisten wir unseren Beitrag dafür, die Wohnungsnot in Augsburg zu lindern", erklärt Immobilienvorstand Benjamin Dierig.

Ebenfalls positiv war, dass für das Areal an der Augsburger Straße in Gersthofen zumindest für eine Teilfläche ein Zwischenmieter gefunden werden konnte. Nach Ablauf der gewerblichen Interimsvermietung soll auch dieses Gelände mittelfristig für den Wohnbau genutzt werden.

Zudem kam 2025 am Standort Porschestraße Gersthofen neue Bewegung in die Suche nach einem Nachmieter. Im Februar 2026 schließlich verpflichtete sich ein Untermieter, in den aktiven Mietvertrag einzutreten und den gesamten Standort direkt bei Dierig anzumieten. Durch die einvernehmliche vorzeitige Beendigung des Mietvertrags mit dem bisherigen Hauptmieter kam es zu positiven bilanziellen Sondereffekten, durch die sich der Immobilienumsatz und das Ergebnis im Immobiliensegment im Jahr 2025 einmalig um 2,4 Millionen Euro erhöhten. "Zudem ersparen wir uns durch die Nachvermietung an einen Generalmieter die Umbauarbeiten und den Verwaltungsaufwand einer kleinteiligeren Vermietung", erklärt Benjamin Dierig.

Textilsegment leidet unter fehlgeschlagenen Projekten und schwacher Konjunktur

Belastet wurde die Geschäftsentwicklung im Textilsegment durch die schwache Konsumkonjunktur und Kundeninsolvenzen sowie strukturellen Marktveränderungen. Überdies erwiesen sich die Einführung eines neuen Warenwirtschaftssystems für den Bettwäschebereich zur Jahresmitte 2025 und die gleichzeitige Verlagerung der Bettwäschelogistik an einen neuen Dienstleister als Fehlschläge. Zu einem knappen Drittel ist der Umsatzrückgang im Textilsegment auf Lieferschwierigkeiten im Zusammenhang mit der Einführung eines neuen Warenwirtschaftssystems und der Verlagerung der Bettwäschelogistik an einen neuen Dienstleister zurückzuführen. Etwas mehr als zwei Drittel des Umsatzrückgangs entfallen auf die schlechte Branchenkonjunktur und strukturelle Marktveränderungen im Textilsegment. "Auf beide Fehlentwicklungen haben wir schnellstmöglich reagiert", erläutert Dierig-Vorstandsmitglied Ellen Dinges-Dierig. "Wir haben das frühere Warenwirtschaftssystem reaktiviert und sind mit der Bettwäschelogistik zum bisherigen Anbieter zurückgekehrt." Auf diese Weise konnten weitere Fehlentwicklungen verhindert werden. Gleichwohl war das Ergebnis im Textilsegment 2025 negativ. Dafür leistete das Immobiliensegment einen starken Ergebnisbeitrag.

Klein, aber fein: Übernahme der N&K Bielefelder Wäsche GmbH

Zudem legte Dierig 2025 mit der zum Jahresende vollzogenen Übernahme der N&K Bielefelder Wäsche GmbH (N&K) mit Sitz in Augsburg die Grundlage für weiteres Wachstum. Bei N&K handelt es sich um eine Ladenkette mit fünf alteingesessenen Heimtextil-Fachgeschäften in Augsburg, Aachen, Köln, Münster und Ulm. "N&K ist klein, aber fein", erklärt Ellen Dinges-Dierig. "Wir begleiten N&K schon lange eng und partnerschaftlich." Innerhalb des Dierig-Konzerns ist N&K eine Tochtergesellschaft der fleuresse GmbH.

Dividendenvorschlag auf Vorjahreshöhe

In Summe erwirtschaftete der Dierig-Konzern im Geschäftsjahr 2025 ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 3,4 Millionen Euro. Damit lag das Vorsteuerergebnis um 1,0 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert in Höhe von 4,4 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 27. Mai 2026 die Ausschüttung einer konstanten Dividende in Höhe von 0,25 Euro für das Geschäftsjahr 2025 vor. Falls die Hauptversammlung diesem Dividendenvorschlag folgt, läge die Dividende auf dem Niveau des Vorjahres.

Eingetrübter Ausblick auf 2026

Aufgrund der großen politischen Instabilitäten und der weiterhin schwierigen Konsumkonjunktur ist der Ausblick für das Jahr 2026 eingetrübt. "Die aktuelle Preisexplosion bei Kraftstoffen infolge des Kriegs im Iran zeigt bereits Wirkung auf die Konsumkonjunktur", erklärt Ellen Dinges-Dierig. "Die Konsumenten halten noch mehr als in der Vergangenheit ihr Geld zusammen. Trotzdem wollen wir die Scharte aus dem Jahr 2025 schnellstmöglich auswetzen."

Gemäß der ursprünglichen Planung sollte der Textilumsatz 2026 gegenüber 2025 um fünf bis zehn Prozent steigen. Dabei sollte sich der Zuwachs etwa hälftig auf das beabsichtigte organische Wachstum und auf die Akquisition von N&K verteilen. Angesichts der weltpolitischen Lage und der Teuerung rechnet Dierig nun mit einem leicht sinkenden bis maximal gleichbleibendem Textilumsatz. Das Immobiliensegment wird 2026 die stabile Geschäftsentwicklung fortsetzen. Geplant ist ein Umsatz in einem Korridor von 16,2 Millionen Euro bis 16,6 Millionen Euro. Bereinigt um einmalige positive Sondereffekte in Höhe von 2,4 Millionen Euro im Jahr 2025 bedeutet dies für 2026 eine abermalige Steigerung der operativen Umsätze. Bei der zu erwartenden Seitwärtsentwicklung im Textilsegment und dem Umsatzrückgang im Immobiliensegment wird der Konzernumsatz im Jahr 2026 gegenüber dem Jahr 2025 um bis zu 5 Prozent zurückgehen.

In Summe erwartet der Dierig-Konzern für 2026 ein zufriedenstellendes positives Ergebnis, welches allerdings aufgrund des einmalig positiven Sondereffekts des Geschäftsjahres 2025 deutlich unter dem Vorjahr liegen wird.

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Über Dierig

Die Augsburger Dierig-Gruppe wurde 1805 gegründet. Die textilen Gesellschaften der Dierig-Gruppe sind breit aufgestellt. Sie produzieren designstarke Markenbettwäsche, handeln international mit Roh- und Fertiggeweben vielfältiger Qualitäten, verkaufen technische Textilien und bieten auftragsbezogen Objekttextilien für Hotels, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen an. Im Bereich der Markenbettwäsche gehört Dierig mit den Marken fleuresse und Kaeppel zu den Marktführern im deutschsprachigen Raum.

Die Immobiliensparte verwaltet, entwickelt und vermarktet das umfangreiche Immobilienvermögen des Konzerns und erweitert dieses über Zukäufe. Die Liegenschaften umfassen (Stand 31. Dezember 2025) 482.000 Quadratmeter Grundstücks- und 147.000 Quadratmeter Gewerbemietflächen an den Standorten Augsburg, Gersthofen und Kempten. Durch die Beteiligung an der Peter Wagner Immobilien AG ist Dierig seit 2018 im Immobilienservice tätig. Mit der Fertigstellung des Wohnbaus im Mühlbach-Quartier wird Dierig zukünftig auch als Wohnungsvermieter aktiv sein.

Im Jahr 2025 setzte der 137 Mitarbeiter (Kopfzahl) zählende Dierig-Konzern 46,4 Millionen Euro um, davon 28,2 Millionen im Textilsegment und 18,2 Millionen Euro im Immobiliensegment.

Kontakt

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86157 Augsburg

Tel.: +49 (0) 821 - 52 10 - 395

Fax: +49 (0) 821 - 52 10 - 393

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Quelle: dpa-Afx