Apple plant bereits seit einigen Jahren, eigene KI-Produkte auf den Markt zu bringen, um damit Meta oder OpenAI zu übertreffen. Laut einem aktuellen Gerücht befindet sich das erste Gerät in der finalen Testphase - und könnte bald erscheinen.
Mark Gurman von Bloomberg gilt als einer der bekanntesten Journalisten, wenn es um Apple-Neuheiten geht. Er nutzt interne Quellen und kennt regelmäßig als einer der ersten die neuesten Entwicklungen aus Cupertino. In einem Beitrag vom 8. Mai 2026 meldet Gurman nun von den ersten AirPods mit eingebauter Kamera.
Mischt Apple jetzt doch noch den KI-Markt auf?
Erst vor wenigen Tagen sorgte eine Ankündigung über die Zusammenarbeit zwischen Apple und Intel für einen Kurssprung bei Chip-Herstellern. Allerdings zeigt der Apple-Kurs seitdem kaum Veränderungen. Nach einem Tageshoch am gestrigen Donnerstag (7. Mai 2026) bei 291,85 US-Dollar, sank die Aktie zum Wall-Street-Schluss sogar wieder auf 287,44 US-Dollar. Sollte Apple die neuen Gerüchte bestätigen, würde das aber definitiv Bewegung in den Kurs bringen. Denn Apple will nicht einfach in den KI-Markt einsteigen - das Unternehmen will ihn erobern.
Apple greift an
In Sachen KI-Integration ist Apple mit der Sprachassistenz Siri kein unbeschriebenes Blatt. Dennoch sind OpenAI, Alphabet und auch Meta in den vergangenen Jahren an dem Konzern aus Kalifornien vorbeigezogen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Apple stagniert - im Gegenteil. Gurman erwähnt zehn Produkte, die in den nächsten Monaten und Jahren gelauncht werden sollen. Unter dem künftigen CEO John Ternus, der am 1. September 2026 den bisherigen Apple-Chef Tim Cook ablösen soll, will das Unternehmen eine neue Ära einleiten. "Wir werden die Welt erneut verändern", sagte Ternus den Mitarbeitern, nachdem er zum neuen Konzernchef auserkoren wurde.
Das Datum für die Amtsübergabe ist ebenfalls kein Zufall: Üblicherweise stellt Apple im September seine neuen iPhones, iPads und AirPods vor. Die Gerüchteküche läuft derzeit heiß. Denn neben einem MacBook mit Touchscreen, einem faltbaren iPhone und verschiedenen KI-gesteuerten Smart-Home-Geräten ist auch die Rede von Smart Glasses und AirPods mit integrierter Kamera.
Während die intelligente Brille wohl nicht vor 2027 auf den Markt kommen wird, ist dies bei den AirPods eine andere Sache. Mark Gurman berichtet von Insider-Informationen, laut denen sich die Kopfhörer bereits im DVT, also dem "Design Validation Test" (Validierungsprüfung des Entwurfs) befinden sollen. Dabei handelt es sich um eine der letzten Prüfphasen vor dem Produktionsanlauf..
Neue AirPods statt smarter Brille
Ursprünglich sollten die AirPods bereits etwas weiter in der Entwicklung stehen, allerdings hinderte die Verzögerung der neuen Siri-Plattform Apple daran, fortzufahren. Nun ist die verbesserte Siri jedoch bereit im September veröffentlicht zu werden und so könnte das Unternehmen auch die neuen AirPods vorstellen. Interessant ist, dass die integrierten Kameras die Umgebung zwar aufnehmen, jedoch nicht für Fotos oder Videos gedacht sind. Dadurch fungieren sie eher als "Augen für Siri", damit die KI Kontext aus der Umgebung ziehen und schneller reagieren kann. So kann sie beispielsweise anhand eines Gerichts erkennen, um was es sich handelt und dementsprechend eine Einkaufsliste zusammenstellen.
Auch hier ist das "Recht am eigenen Bild" ein wichtiger Faktor, wie es bereits bei Smart Glasses der Fall ist. So sollen die Kopfhörer aufleuchten, wenn Siri „mitliest“ bzw. die Umgebung erfasst. Auch die Entwicklung der künstlichen Intelligenz könnte für eine zusätzliche Verzögerung sorgen. Sollte Apple nicht zufrieden sein, dürfte ein Launch erst 2027 wahrscheinlicher sein. Ein weiterer Faktor, der die Entwicklung aller KI-Produkte beeinflusst, ist die herrschende Chipkrise. Dennoch ist sich Gurman sicher, dass die AirPods mit Kamera noch in diesem Jahr erscheinen.
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Häufig gestellte Fragen
Haben die AirPods-Kameras eine Foto-Funktion?
Nein, sie sollen vor allem Kontext für Siri liefern.
Wann könnten die AirPods mit Kamera erscheinen?
Laut Gurman noch 2026, sonst wäre 2027 wahrscheinlicher.
Warum reagiert der Apple-Kurs bisher kaum?
Weil es bislang nur ein Gerücht ist und keine offizielle Bestätigung.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple.