Finanzierungsrunde der Superlative: Das schwäbische Unternehmen Neura Robotics sichert sich bis zu 1,4 Milliarden Dollar von Tech-Giganten wie Nvidia und Amazon.

Metzingen statt Silicon Valley: Das Start-up Neura Robotics aus Baden-Württemberg hat sich wohl Deutschlands größten Tech-Deal gesichert. Wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab, konnte es ein Volumen von bis zu 1,4 Milliarden Dollar einsammeln. Wahrscheinlich hängt es aber von nicht öffentlich bekannten Meilensteinen ab, ob am Ende wirklich die komplette Summe fließt. 

Der humanoide Roboter "4NE1" (gesprochen: "for anyone") von Neura Robotics
Foto: Pressebild Neura Robotics
Der humanoide Roboter "4NE1" (gesprochen: "for anyone") sol auch im Haushalt helfen können

Neura Robotics sammelt Milliarden ein - neues deutsches Einhorn?

Zu den Investoren zählen nicht nur US-Technologieriesen wie Tether, Qualcomm, Amazon und Nvidia, sondern auch deutsche Industrieschwergewichte wie Bosch und Schaeffler sowie die Europäische Investitionsbank.

Damit erreicht Neura Robotics eine Bewertung von rund sieben Milliarden Dollar, wie CNBC unter Berufung auf Insiderinformationen berichtet. Das Unternehmen, das damit zum Einhorn werden würde, wollte sich selbst zur Bewertung nicht äußern. 

Tipp: Wer gerne in den Hype einsteigen möchte, sollte sich den "Künstliche Intelligenz"-Index von BÖRSE ONLINE genauer anschauen. 

Weiterführende Links

Neura Robotics: Zukunft der KI?

„Viele haben geglaubt, dass global relevante KI-Infrastrukturunternehmen nur im Silicon Valley entstehen könnten“, sagt Firmenchef und Gründer David Reger dazu in einer Mitteilung. Er hat eine Vision: „Die Zukunft der KI wird nicht einfach auf Bildschirmen stattfinden. Sie wird sich bewegen, interagieren, lernen und in der realen Welt an unserer Seite arbeiten.“ 

Neura stellt kognitive Roboter her, die nach Unternehmensangaben sehen, hören, fühlen und aus Erfahrungen lernen sollen. So können sie dann anders als klassische Industrieroboter flexibel mit Menschen zusammenarbeiten. Neura humanoider Roboter mit dem Namen "4NE1" (gesprochen: "for anyone" zielt auf das gleiche Marktsegment wie der Optimus von Tesla. Das deutsche Start-up will bis 2030 die Produktion auf mehrere Millionen Roboter erhöhen. Laut Neura liege der Auftragsbestand bereits bei mehr als einer Milliarde US-Dollar. 

Robotik-Unternehmen haben schon 55,8 Milliarden Dollar gesammelt

Robotik-Start-ups sind gerade im Fokus von Investoren aus dem KI- und Industrieumfeld. Denn künstliche Intelligenz wird zunehmend in physischen Systemen eingesetzt, die in realen Umgebungen agieren können. 

Allein in diesem Jahr haben Robotik-Unternehmen laut dem Datenanbieter Dealroom bereits 55,8 Milliarden Dollar eingesammelt. Die meisten Gelder fließen zwar nach USA und China, aber auch in Europa gibt es einige Robotik Firmen, die für Aufsehen sorgen - wie etwa das in München ansässige Agile Robots.

Wenn Sie sich für weitere Wirtschafts- und Börsennachrichten interessieren, könnte ein Probeabo von BÖRSE ONLINE das Richtige für Sie sein.

Häufige Fragen

Was macht Neura Robotics? 

Neura Robotics ist ein deutsches Start-up mit Sitz in Metzingen (Baden-Württemberg), das humanoide Roboter entwickelt – also Maschinen, die in Form und Bewegung dem Menschen nachempfunden sind. Gegründet wurde das Unternehmen von David Reger. Ziel ist es, Roboter zu bauen, die eigenständig in realen Umgebungen agieren, lernen und mit Menschen zusammenarbeiten können.

Warum investieren Tech-Giganten wie Nvidia und Amazon in Robotik-Start-ups? 

Unternehmen wie Nvidia und Amazon sehen humanoide Roboter als das nächste große Anwendungsgebiet für künstliche Intelligenz. Während KI bislang vor allem digital wirkt, soll sie künftig auch physisch eingesetzt werden: in Fabriken, Lagerhäusern oder im Alltag. Wer dabei frühzeitig in Schlüsselunternehmen investiert, sichert sich strategische Vorteile in diesem Zukunftsmarkt.

Wie groß ist der globale Robotik-Markt? 

Der Markt boomt: Laut Dealroom haben Robotik-Unternehmen im bisherigen Jahresverlauf 2026 bereits 55,8 Milliarden Dollar eingesammelt – so viel wie nie zuvor. Der Großteil entfällt zwar auf Firmen aus den USA und China. Europa gewinnt jedoch an Bedeutung - nun auch dank Neura Robotics.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinba-rung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.