Dialog Semiconductor-Aktien nach Atmel-Übernahme auf Zick-Zack-Kurs
· Börse Online Redaktion
Elliott äußerte Enttäuschung über die Niederlage. "Nun ist es am Management von Dialog, unter Beweis zu stellen, dass diese Übernahme wirklich Wert schafft, und den substanziellen Anteil von Aktionären zu überzeugen, die gegen den Deal gestimmt hatten und ihn für wenig durchdacht hielten." Der Hedgefonds des US-Investors Paul E. Singer hatte sich mit fünf Prozent - fast 150 Millionen Euro - bei Dialog eingekauft und mit Verkaufs-Optionen auf Atmel-Aktien gegen die Transaktion gewettet. Der Investor hatte vorgerechnet, dass die Übernahme von Atmel 500 Millionen Dollar an Wert vernichte. Das Geld wäre besser in Aktienrückkäufe investiert.
Dialog-Chef Jalal Bagherli zeigte sich erleichtert über den Rückhalt der Aktionäre. Er glaube, dass die Übernahme - anders als Elliott geunkt hatte - Wert für die Anteilseigner schaffen werde. Dialog könne damit an Stärke gewinnen, mache sich weniger abhängig von einzelnen Kunden wie Apple und erwarte deutliche Kosten- und Ertragsvorteile. Nun müssen nur noch die Aktionäre von Atmel zustimmen, denen Dialog einen deutlichen Aufschlag auf ihre Aktien bietet. Im ersten Quartal 2016 soll die Übernahme perfekt sein.
Auf dem Aktionärstreffen reichte eine einfache Mehrheit der Stimmen, um die Kapitalerhöhung zu verabschieden. In Deutschland wären 75 Prozent nötig gewesen, Dialog Semiconductor ist aber eine Aktiengesellschaft nach englischem Recht. Dem Unternehmen kam die hohe Teilnahmequote auf der Hauptversammlung entgegen: 54 Prozent der Anteilseigner stimmten ab, im vergangenen Jahr waren nur 32 Prozent vertreten gewesen.
Die Dialog-Aktie ging nach dem Beschluss zunächst um bis zu fünf Prozent in die Knie, Später pendelte sie sich um den Kurs vom Vortag ein. Seit Ankündigung der Übernahme im September hat die Aktie 22 Prozent verloren. Atmel stiegen zum Handelsstart in New York um drei Prozent.
Reuters
Buchtipp: Alles, was Sie über Stock-Picking wissen müssen
Es ist der Traum eines jeden Anlegers: die nächste Amazon, Apple, Tesla oder Google vor allen anderen zu finden, sie ins Depot zu legen, jahrelang nicht anzurühren und dann eines Tages den Verzehn-, Verzwanzig- oder gar Verhundertfacher sein Eigen zu nennen. Oder zumindest die Unternehmen zu finden, deren Anteile sich besser entwickeln als der Gesamtmarkt. Der Name dieser Kunst: „Stock-Picking“ – die Auswahl der Gewinner von morgen. Joel Tillinghast ist einer der erfolgreichsten Stock-Picker überhaupt. In diesem Buch teilt er seine Gedanken, seine Methoden und seine Strategien mit dem Leser. Er zeigt, welche Fehler die Masse macht, welche Nischen man ausnutzen kann, wie man denken sollte und vieles mehr. Unter dem Strich ein Lehrbuch, das seine Leser zu erfolgreicheren Anlegern machen wird.
Autoren: Tillinghast, Joel
Seitenanzahl: 384
Erscheinungstermin: 24.07.2025
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-68932-065-2