Aktive ETFs werden gerne als „das Beste aus zwei Welten“ angepriesen. Aber stimmt das wirklich? Ein Realitätscheck
Aktive ETFs kosten weit weniger Gebühren als Investmentsfonds, und dennoch kümmert sich ein Manager um das eingesetzte Geld. Mit ihnen lässt sich in Nischenmärkten und Branchen anlegen, in die ansonsten nur ein Fonds Zugang bieten würde. Außerdem können sie – anders als klassische Fonds – während der Handelszeiten durchgehend ge- und verkauft werden.
Mit diesen Bedingungen erobern aktive ETFs zunehmend den Markt – und mit dem Versprechen auf Mehrrendite gegenüber herkömmlichen, standardisierten Indexpapieren. 25,9 Milliarden Euro investierten europäische Anleger im vergangenen Jahr neu in aktive ETFs.
Aber können diese Investments ihre Versprechen auch einhalten? Mehrere Untersuchungen zeigen, dass nur wenige aktive ETFs Vorteile gegenüber Index-ETFs haben und deren Performance schlagen können. Laut der Ratingagentur Morningstar gelingt es etwa über zehn Jahre gerade mal 13,5 Prozent der Manager aktiver Fonds, ihre passiven Pendants zu übertreffen.
Aber: Ein paar Perlen finden sich dennoch. Sie sind besser gelaufen als ihren Vergleichsindizes und damit passive ETFs, teilweise warten sie auch noch mit einer deutlich geringeren Volatilität auf. In der Top-Story der neuen Ausgabe €uro am Sonntag stellen wir drei aktive ETFs vor, die Anlegern ein schönes Renditeplus beschert und die Indizes abgehängt haben – jeweils einen für die USA, für Europa und für die Welt. Mit Fug und Recht dürfen sie die besten ETFs der Welt genannt werden.
Weitere Themen im Heft
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Das erste vollelektrische Modell dieser Sportwagenschmiede wird am Markt mit Skepsis empfangen. Die Aktie büßt ein (S. 10)
Die 180-Grad-Kehrtwende
Hoffnungen auf globale Zinssenkungen sind verpufft. Fed und EZB steuern auf harte Zielkonflikte zu (S. 12)
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Vonovia hat eine neue Anleihe herausgegeben, die hohe Zinsen von 6,385 Prozent pro Jahr zahlt. Allerdings gehen Anleger ein Währungsrisiko ein, denn der Bond lautet auf den australischen Dollar. (S. 26)
Nvidia als Token
Nvidia- und Tesla-Aktien auf der Blockchain handeln? Daraus wird erst einmal nichts - noch nicht. Die US-Börsenaufsicht hat ein entsprechendes Projekt verschoben, aber nicht abgeblasen (S. 30)
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