Die Deutsche-Bank-Gruppe erhöht derzeit ihre Tagesgeld-Zinsen. Hierzu zählt auch die Postbank. Neukunden erhalten jetzt 3,2 Prozent p.a. für sechs Monate. Allerdings gibt es bei diesem Deal einen bereits bekannten Haken, der für Aufsehen im Netz sorgt.

Tagesgeldkonten erfreuen sich großer Beliebtheit. Bei einer Inflationsrate von 2,6 Prozent (Stand: Mai 2026) ist das nur verständlich, da viele Banken die Guthabenzinsen jenseits der Drei-Prozent-Marke ansetzen. Das Problem: Diese Angebote gelten in der Regel nur für Neukunden und dann auch nur über einen sehr kurzen Zeitraum. Auch die Postbank lockt neue Kunden jetzt mit einer solchen Aktion und hebt den Aktionszins auf 3,2 Prozent p.a. an. Allerdings gilt dieser deutlich länger als bei vielen Konkurrenten - und kommt dennoch mit einem Haken.

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Die Aktion im Detail

Zugegeben, die Postbank erfindet mit ihrem Tagesgeldkonto das Rad nicht neu. Kunden erhalten ein kostenloses Finanzprodukt, auf dem Geld geparkt wird und das ein hohes Maß an Flexibilität bietet. Während die Konkurrenz jedoch häufig nur drei oder vier Monate lang den Zins erhöht, sind es bei der Großbank gleich sechs Monate mit einem maximalen Anlagebetrag in Höhe von 250.000 Euro. Die Verzinsung findet hier vierteljährlich statt. Einlagen sind zudem über die Einlagensicherung für Beträge von bis zu 100.000 Euro geschützt. Darüber hinaus ist die Postbank Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (BdB), der bis zu drei Millionen Euro abdeckt.

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Fehlt also nur noch der Haken an der ganzen Sache: Interessierte Sparer sind gezwungen ein Girokonto zu eröffnen, wenn sie vom Aktionszins profitieren möchten. Dabei ist es egal, welches der vier Girokontomodelle Sie auswählen. Wichtig ist allerdings, dass Sie in den vergangenen sechs Monaten kein Konto bei der Postbank geführt haben. Zusätzlich müssen Sie das neue Girokonto aktiv nutzen. Die Postbank fordert, das jeden Monat, indem der Top-Zins bezogen wird, mindestens fünf Buchungen aufweist. Sollte dies nicht erfolgen, entfällt der erhöhte Zins für den gesamten Aktionszeitraum, wodurch Sparer nur noch den regulären Zins in Höhe von 0,75 Prozent p.a. beziehen. Handelt es sich also um einen Top-Deal bei der Postbank*? Nein. Ist es spannend für Personen, die ohnehin ein neues Girokonto möchten? Definitiv.

Die passende Alternative aus den eigenen Reihen

Wer nicht gleich ein Girokonto eröffnen möchte, kann das Angebot der Postbank demnach nicht nutzen. Sind Sie allerdings ohnehin unzufrieden mit Ihrem aktuellen Anbieter, könnte der Deal wie gerufen kommen. Allerdings könnte sich dann auch ein anderes Angebot aus den Reihen der Deutsche-Bank-Gruppe lohnen. Denn die Norisbank bietet derzeit vier Prozent p.a. auf das Tagesgeldkonto, sollten Sie ein Girokonto eröffnen. Auch hier gilt die Aktion für sechs Monate. Der Hauptunterschied: Bei der Postbank handelt es sich um eine klassische Filialbank, während die Norisbank auf ein Direktbank-Modell setzt.

Können Sie ohne Bankberater leben, sollten Sie sich den Deal der Norisbank unbedingt näher anschauen. Gleicher Haken, aber deutlich höhere Verzinsung. Haben Sie kein Interesse an der Eröffnung eines Girokontos, finden Sie spannende Alternativen im Tagesgeld-Vergleich von BÖRSE ONLINE.

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Weiterführende Links

FAQ

Wie hoch ist der Aktionszins bei der Postbank?

Neukunden erhalten derzeit 3,2 Prozent p.a. für sechs Monate.

Was ist der Haken am Angebot?

Wer den Aktionszins nutzen will, muss ein zusätzliches Konto aktiv nutzen.

Gibt es eine Alternative im selben Bankenumfeld?

Ja, die Norisbank bietet aktuell ebenfalls 4 Prozent p.a. auf Tagesgeld, wenn ein Girokonto eröffnet wird.

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