Seltene Erden profitieren derzeit vom KI- und Chip-Boom und rücken damit für Anleger wieder in den Fokus.
Seltene Erden geraten immer wieder in die Schlagzeilen – vor allem wenn es zu Lieferengpässen kommt und diese zu Produktionsstopps bei Unternehmen in Deutschland führen. Durch den KI- und Chip-Boom stehen sie nun erneut im Blickpunkt der Anleger.
Seltene Erden: Warum sind sie so wichtig für die Wirtschaft?
Zu den Metallen der Seltenen Erden zählen 17 Elemente, wie etwa Neodym, Praseodym und Cerium. Sie werden für die Herstellung von Halbleitern sowie für die Produktion von Smartphones und Elektroautos benötigt. Darüber hinaus spielen sie für die Rüstungsindustrie eine wichtige Rolle.
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Das Problem für die Hersteller: China besitzt eine extreme Marktmacht bei den Seltenen Erden – das Land kontrolliert über 70 Prozent der weltweiten Förderung und fast 90 Prozent der Weiterverarbeitung. Verschärfte chinesische Exportkontrollen werden dabei auch als strategisches Druckmittel eingesetzt.
Warum Seltene Erden auch für Anleger spannend sind
Westliche Regierungen versuchen deshalb immer vehementer, sich aus dieser Abhängigkeit zu befreien. So investiert die US-Regierung derzeit massiv in Projekte auf dem amerikanischen Kontinent, die die Lieferketten bei Seltenen Erden verbessern sollen. Die von den USA geführte Minerals Security Partnership unterstützt unter anderem das Serra-Verde-Projekt in Brasilien. Die EU hat wiederum ein Abkommen mit Australien abgeschlossen, das ebenfalls Seltene Erden umfasst.
Auch für Anleger wird das Thema wieder interessanter, da Seltene Erden für den KI- und Chip-Boom unabdingbar sind. Ohne diese Metalle könnten die riesigen Rechenzentren, Halbleiter und KI-Chips weder gefertigt noch effizient betrieben werden. Dabei gibt es für Seltene Erden keinen klassischen Rohstoffhandel an den Börsen – wie etwa für Gold oder Öl. Anleger können jedoch indirekt über Minenaktien, ETFs oder Zertifikate investieren. Welche Titel dabei besonders vielversprechend sind, erfahren Sie unter anderem im Aktienreport Weißes Gold: Der geheime Krieg um Seltene Erden.
Häufige Fragen
Was genau sind Seltene Erden?
Seltene Erden sind eine Gruppe von 17 chemischen Elementen – darunter Neodym, Praseodym und Cerium. Trotz ihres Namens sind sie geologisch nicht unbedingt selten – ihre Gewinnung und Verarbeitung ist jedoch aufwendig und teuer. Sie werden bei der Herstellung moderner Technologien benötigt.
Warum ist China bei Seltenen Erden so mächtig?
China kontrolliert mehr als 70 Prozent der weltweiten Förderung und fast 90 Prozent der Weiterverarbeitung von Seltenen Erden. Dieses Monopol gibt Peking enormen wirtschaftlichen und geopolitischen Einfluss.
Wie können Anleger von Seltenen Erden profitieren?
Da es keinen direkten Börsenhandel für Seltene Erden gibt, investieren Anleger indirekt – etwa über Minenaktien von Unternehmen, die Seltene Erden fördern, über spezialisierte ETFs oder über Zertifikate.
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