Ende Januar stand der Goldpreis noch bei 5.400 USD, mittlerweile kämpft der Kurs darum, die Marke bei 4.400 USD zu halten. Ein sattes Minus von 1.000 USD bzw. 18,52 % binnen weniger Monate. Charttechnisch touchiert der Wert die 200-Tage-Linie als bedeutenden Support vor dem freien Fall. Letzte Ausstiegsmöglichkeit oder die Chance für Neu- und Wiedereinsteiger? 

Vorab ein paar grundsätzliche Thesen zum Edelmetall:

1. Seit dem beträchtlichen Anstieg des Handels mit „Papiergold“ ist Gold nicht mehr ausschließlich der sichere Hafen in Krisenzeiten, sondern wird wie jedes andere Asset behandelt.

2. Aktuell zeigt sich eine Wechselwirkung mit dem Ölpreis. Steigt Öl, fällt Gold und umgekehrt. Eine Friedensvereinbarung zwischen dem Iran und den USA dürfte den Ölpreis in den Keller schicken und Gold zu einem enormen Aufstieg verhelfen.

3. Gold zahlt keine Zinsen. Der Anstieg der 10-jährigen US-Staatsanleihen dämpft den Goldpreis, da sicherheitsbewusste, langfristig orientierte Anleger umschichten. In der charttechnischen Analyse zeigt sich ein „Peak Bonds“. Ein positives Signal für den Goldpreis.

Letzte Bastion 200-Tage-Linie

Charttechnisch konzentriert sich die Analyse auf die Marke bei 4.389 USD. Einst im Oktober 2025 als starker Widerstand aufgetaucht und im Anschluss überwunden, etablierte sich dieser Wert im Dezember 2025, im Februar 2026 (Hammerformation) und im März 2026 als bedeutende Unterstützung. Aktuell verläuft auch die 200-Tage-Linie an dieser Marke. Diese hat sich bereits im März 2026 als zuverlässige Auffangzone erwiesen. Damals wie heute bewegte sich der Momentumindikator RSI (Relative Strength Index) innerhalb der 30er-Zone. Ein Signal für einen überverkauften Wert.

Bullisches Fazit

Berücksichtigen wir alle charttechnischen Faktoren wie RSI überverkauft, 200-Tage-Linie, Peak Bonds sowie die Wechselwirkung von Öl- und Goldpreis stehen die Zeichen auf Einstieg bei Gold. Ich bin bullisch Gold.

Gold (WKN: 965515)

Weiterführende Links