Einen außergewöhnlichen Fund machte ein Schnäppchenjäger aus Bayern in einem Tresor, den er gerade für 15 Euro im Internet erworben hatte. In einem Geheimfach war ein 250-Gramm Goldbarren versteckt. Wem gehört der Barren jetzt?

In einem Geheimfach eines gebraucht gekauften Tresors hat ein Mann aus Oberbayern einen Goldbarren entdeckt. Den Tresor hatte der Mann aus Trostberg für gerade einmal 15 Euro auf einer Online-Plattform erworben. Zuhause bemerkte der 56-Jährige dann das Geheimfach – zufällig. „Er hätte das selbst auch nicht entdeckt, wenn er den Tresor nicht beim Einbau irgendwie zur Seite gelegt oder umgekippt hätte“, erklärte ein Polizeisprecher der dpa. Das Versteck sei nicht standardmäßig in den Tresor verbaut gewesen, sondern nachträglich zusätzlich eingebaut worden. „Ein unbekanntes Versteck, von dem niemand etwas wusste.“

Ehrlicher Käufer wendet sich an die Polizei

Um nichts falsch zu machen, meldete der Mann aus Trostberg (Landkreis Traunstein) den 250 Gramm schweren Fund der Polizei. Die Beamten nahmen daraufhin Kontakt zu dem Verkäufer auf. Wie sich herausstellte hatte dieser den Tresor im Auftrag seines Großvaters verkauft. Dem 90-Jährigen war der versteckte Barren offensichtlich gar nicht mehr bewusst gewesen.

Rein rechtlich ist unklar, wem der Goldbarren gehört. Denn entscheidend ist die Frage, ob der Tresor mit Inhalt oder nur der Tresor selbst verkauft wurde. Im fraglichen Fall lösten die Beteiligten das Problem jedoch auf andere Weise – und ohne Anwälte.

Happy End für alle Beteiligten

Es gebe „überhaupt keine Spur von Streitigkeiten", berichtet ein Polizeisprecher. „Der Finder ist ein ganz, ganz toller Mann aus Trostberg, der sagt, an Sachen, die mir nicht gehören, würde ich nie Freude haben, die gebe ich selbstverständlich zurück.“ Der Barren werde nun zurückgegeben, „aber der Finder wird auch was bekommen.“ Mit seinem anständigen Verhalten habe er große Freude bei der Familie des ehemaligen Besitzers ausgelöst.

Enthält Material von dpa-AFX

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