FRANKFURT (dpa-AFX) - Es ist ein Lichtblick für die zuletzt gebeutelten Anleger von CTS Eventim : Der Ticketvermarkter und Veranstalter ist überraschend gut ins Jahr gestartet. Umsatz und Gewinn stiegen deutlich. Damit waren die Aktien am Freitag in der Spitze um mehr als 13 Prozent auf 63,65 Euro in die Höhe geschnellt. Dies war der höchste Stand seit Ende März.

Zuletzt stand noch ein Plus von 10,5 Prozent zu Buche. Dies reichte locker für den ersten Platz im MDax der mittelgroßen Werte, der zuletzt knapp ein Prozent gewann.

Experten fanden überwiegend lobende Worte. CTS Eventim habe insgesamt gute Kennziffern abgeliefert, schrieb etwa Henrik Paganetty vom Analysehaus Jefferies. Das operative Ergebnis habe trotz negativer Sonderfaktoren die Markterwartung übertroffen.

Vor allem die Live-Events in den USA hätten zu dem erfreulichen Zahlenwerk beigetragen, ergänzte Annick Maas vom US-Analysehaus Bernstein Research. Angesichts der immer stärkeren Geschäfte mit Live-Veranstaltungen wie Tourneen und Festivals steigt nach Auffassung der Expertin Lara Simpson von der US-Bank JPMorgan nun auch insgesamt wieder das Vertrauen in die dynamische Entwicklung des Unternehmens.

Analyst Bernd Klanten von der britischen Investmentbank Barclays sieht für die Anteilsscheine von CTS Eventim weiterhin Luft nach oben. Die Aktien seien nur halb so hoch wie in der Vergangenheit bewertet. Das Kursziel des Experten liegt aktuell bei 98 Euro. In den Sphären rund um 100 Euro notierten die Papiere im Sommer letzten Jahres.

Aktuell hinken die Anteilsscheine von CTS Eventim dem Markt hinterher. Seit Jahresbeginn haben sie mehr als ein Fünftel verloren, während der MDax fast zehn Prozent gewonnen hat. Negativ ins Kontor schlägt hier ein Kursrutsch Ende März, nachdem Vorstandschef Klaus-Peter Schulenberg eine verhaltene Prognose für 2026 ausgegeben hatte.

Durch den Kurssprung zum Wochenschluss nun hat sich zumindest das Chartbild etwas aufgehellt. Die Aktien von CTS Eventim notieren jetzt deutlich über den 21- und 50-Tage-Durchschnittslinien, die die kurz- beziehungsweise mittelfristigen Trends beschreiben.

Die viel beachtete 200-Tage-Linie als Maßstab für die langfristige Entwicklung aber liegt noch in weiter Ferne. Diese Linie wurde bereits im August letzten Jahres gerissen. Seinerzeit hatte der Ticketvermarkter und Konzertveranstalter seine Anleger mit einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal geschockt./la/gl/stk

Quelle: dpa-Afx