PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Nach Rekordhöhen im frühen Handel sind die europäischen Börsen am Donnerstag letztlich unter Druck geraten. Deutliche Verluste bei Technologiewerten in den USA galten als Gründe dafür. Anleger sind weiter beunruhigt, ob sich die enormen Investitionen in KI auszahlen. Zudem waren am Edelmetallmarkt die Investoren wieder sehr nervös, die Preise für Gold und Silber sackten stark ab.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 , der seine Bestmarke auf fast 6.100 Punkte hochgeschraubt hatte, beendete den Handel mit minus 0,40 Prozent auf 6.011,29 Punkte. Eine Reihe von Quartalszahlen prägte den Tag.

Außerhalb der Eurozone kletterten auch der britische Leitindex FTSE 100 und der schweizerische SMI zunächst so hoch wie noch nie. Am Ende des Tages sah es anders aus: Beim "Footsie" in London stand ein Abschlag von 0,67 Prozent auf 10.402,44 Punkte zu Buche, der SMI in Zürich sank um 0,13 Prozent auf 13.529,92 Zähler.

Kursverluste von mehr als einem Fünftel ließen die Papiere des Zahlungsdienstleister Adyen auf den letzten Platz im EuroStoxx fallen. Die Niederländer enttäuschten mit einer gesenkten Umsatzprognose.

Positiv blickten die Anleger auf das Zahlenwerk von EssilorLuxottica. Der Brillenkonzern hatte im vergangenen Jahr bei Umsatz und Gewinn unerwartet stark zugelegt. Grund dafür war auch ein Boom bei smarten Brillen. EssilorLuxottica gewannen mehr als 4 Prozent.

Im Autosektor legten Michelin um fast 5 Prozent zu. Der Reifenhersteller punktete mit einem angekündigten Aktienrückkauf.

Unter Druck standen Sanofi mit einem Minus von mehr als 4 Prozent. Der Arzneimittelhersteller hatte überraschend mitgeteilt, den Vertrag des bisherigen Firmenchefs Paul Hudson nicht zu verlängern./ajx/he

Quelle: dpa-Afx