NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Mittwoch nach ihrer Rekordjagd unter Gewinnmitnahmen gelitten. Anleger entwickelten wieder mehr Bedenken, dass zunehmende Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran die Aussichten auf ein Friedensabkommen beeinträchtigen könnten. Die Folge gegenseitiger Angriffe waren weiter anziehende Ölpreise. Als Thema kamen neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump hinzu.
Dem Nasdaq 100
Obwohl über eine Verlängerung der seit knapp zwei Monaten geltenden Waffenruhe verhandelt wird, haben sich die USA und der Iran über Nacht eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe geliefert. Experten von UBS warnten vor "Wachstumsrisiken durch einen anhaltenden Energieschock", die aber auch größere geldpolitische Straffungen unwahrscheinlich machten.
Wirtschaftsdaten ergaben am Mittwoch aber ein robustes Bild. Bevor am Freitag der offizielle Jobbericht kommt, zeigten Zahlen des privaten Dienstleisters ADP laut dem JPMorgan-Ökonom Bennett Parrish, dass der US-Arbeitsmarkt "auf einem festeren Fundament" steht. Außerdem deuteten Stimmungsbarometer im Dienstleistungssektor auf anhaltendes Wachstum hin. Der entsprechende ISM-Index hatte sich im Mai stärker als erwartet aufgehellt.
Trumps Zolldrohungen richten sich gegen insgesamt 60 Länder mit dem Argument, dass diese Importe von Produkten aus mutmaßlicher Zwangsarbeit nicht verhinderten oder bestehende Importverbote nicht genügend überprüften. Demnach müssen etwa die Europäische Union (EU), Großbritannien und die Schweiz sowie Kanada und China mit zusätzlichen Zöllen zwischen 10 und 12,5 Prozent rechnen.
In der Breite fehlte Tech-Werten der Treibstoff für einen weiteren Anstieg. Vereinzelt hielt die KI-Euphorie aber an, wie Marvell Technology
Bei Chipwerten gab es vermehrt Kursgewinne: Intel
Im Tech-Sektor insgesamt war das Bild aber durchwachsen, denn außer einer Erholung bei dem Social-Media-Riesen Meta
Diese gab es auch bei den Aktien von Palo Alto Networks
Die Titel von Gamestop
Im Dow legten die Aktien von Sherwin-Williams
Quelle: dpa-Afx