Nach Aussagen zur Geschäftsentwicklung ist diese beliebte Dividendenaktie am Dienstag eingebrochen. Der Titel verlor an der Londoner Börse mehr als vier Prozent, erholte sich jedoch im Laufe des Mittags wieder etwas. Auch Analysten sind sich uneinig.
British American Tobacco (BAT), die unter anderem die Zigarettenmarke Lucky Strike vermarkten, ist eine beliebte Dividendenaktie. Diese verlor am Vormittag jedoch deutlich und rutschte zeitweise auf ein Tief von 4.375 Pence an der Londoner Börse ab. Mittlerweile hat sich der Titel etwas erholt und notiert bei 4.444 Pence, was dennoch einem Verlust von 2,99 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs am Montag bedeutet (Stand: 2. Juni 2026, 14:00 Uhr). Vor allem der Margenmix spielt eine wichtige Rolle bei der aktuellen Kursentwicklung.
Margenmix als Kernproblem?
Der Konzern teilte am Dienstag sein Pre-Close Trading Update mit. Bei dieser Gelegenheit bestätigte BAT seine Jahresziele erneut. Vor allem bei den neuen Produkten, also E-Zigaretten und Velo, erwartet das Unternehmen ein Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich. Da beide Marken, sowohl Velo als auch Vuse, ihre globalen Marktanteile ausbauen konnten, blickt British American Tobacco auf ein gutes erstes Halbjahr zurück. Dennoch fällt die Aktie bereits seit Ende Mai kontinuierlich, nachdem der Titel zuvor in einer Rally ein 52-Wochen-Hoch markierte und einen Zuwachs von über 30 Prozent innerhalb der vergangenen zwölf Monate verzeichnete. Das Problem: Die Verkäufe der klassischen Produkte sind rückläufig - das Kernprodukt verkauft sich also schlechter.
Diesen Margenmix nimmt auch James Edwardes Jones, Analyst der kanadischen Bank RBC, zum Anlass, seine bisherige "Underperform"-Einstufung zu bestätigen. Auch das Kursziel in Höhe von 3.600 Pence bleibt erhalten. Seiner Meinung nach werden die negativen Auswirkungen dieses Margenmixes nicht genug berücksichtigt werden. Zusätzlich sagt der Experte die Aktien preisen den Mengenvorteil aus den steigenden Umsätzen in neuen Kategorien bereits ein. Eine etwas andere Meinung vertritt Andrei Andon-Ionita der US-Investmentbank Jefferies. Nach Meinung des Analysten gibt es zwar eine Dynamik, die durch neue Produkte und das steigende E-Zigaretten-Geschäft sowie das rückläufige US-Geschäft mit Zigaretten entstehe, doch sieht er BAT in einer frühen Phase der Transformation. Dementsprechend bestätigt er sein Kursziel von 5.200 Pence, was einem Kursgewinn von rund 16 Prozent entspräche.
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Keine Panik lautet die Devise
BAT zahlt seine Dividende in der Regel quartalsweise aus. Mit einer Dividendenrendite von aktuell 5,2 bis 5,4 Prozent für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 liegt die Ausschüttung bei 2,45 Pfund Sterling pro Aktie. Mit diesen Werten zählt der Titel zu den lukrativeren Varianten einer Dividendenaktie und findet in vielen entsprechenden Depots einen Platz. Der aktuelle Negativtrend sollte Anleger ebenfalls nicht besorgen, da die Aktie bereits am Dienstag wieder zulegen konnte und sich im Laufe des Mittags immer weiter zu erholen scheint. Dennoch zeigt der Kursverlauf auch, dass selbst eine hohe Dividende nicht unbedingt für große Fans in der Tabakindustrie sorgt, die sich zunehmend von klassischen Zigaretten hin zu E-Modellen wandelt.
Das heutige Update gab jedoch nur einen ersten Ausblick auf die Geschäftszahlen. Wie diese wirklich ausfallen, bleibt abzuwarten. Den offiziellen Halbjahres-Bericht legt British American Tobacco am 30. Juli vor.
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FAQ
Warum fiel die BAT-Aktie?
Weil Anleger den aktuellen Margenmix kritisch sehen.
Wie hoch ist die Dividendenrendite von BAT?
Sie liegt aktuell bei rund 5,2 bis 5,4 Prozent.
Wann kommen die nächsten wichtigen Zahlen?
Den offiziellen Halbjahresbericht legt BAT am 30. Juli vor.
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