Im amerikanischen Index S&P 500 tummeln sich einige Aktien, denen das Jahr 2025 bisher gar nicht gutgetan hat. Ergeben sich dadurch für Anleger einmalige Chancen?

Die aktuelle Zoll-Krise trifft auch im amerikanischen Index S&P 500 Aktien teilweise mit voller Härte. Für manche Papiere läuft es aber schon seit Jahresbeginn nicht so gut. Drehen wir die Performance-Tabelle der US-Aktien mal um, fallen vor allem zwei Titel auf, die in drei Monaten schon bis zu 42 Prozent verloren haben. Ist ein Comeback dennoch ein Thema?

Deckers Outdoor ist Spitzenreiter bei den Loser-Aktien

So schlecht wie diese Aktie hat im ersten Quartal 2025 kein anderer Wert im S&P 500 abgeschnitten. Mit einem Jahresminus von 42 Prozent landet das Schuhunternehmen Deckers Outdoor auf dem letzten Platz im Index. Und das, obwohl der Konzern im letzten Quartal des vergangenen Jahres ein Umsatzwachstum von 17 Prozent erzielte und für dieses Jahr mit einem erneut zweistelligen Kurswachstum von 15 Prozent rechnet. 

Analysten reicht das aber nicht und Anleger stehen in der aktuellen Wirtschaftslage dem Schuhgeschäft sehr kritisch gegenüber. Da dürften die neuen Trump-Zölle auch ihren Teil beitragen. In den nächsten Monaten könnten die Folgen der Abgaben auch die Wachstumsprognose des Unternehmens rasieren. Obwohl die Aktie derzeit also ein gutes Stück günstiger ist als noch vor einigen Monaten, drängt sich ein Kauf nicht auf. Im Auge behalten können Anleger Deckers Outdoor dennoch.

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Moderna-Aktie lohnt sich womöglich langfristig

Direkt hinter beziehungsweise vor Deckers Outdoor hat es sich das Biotech-Unternehmen Moderna auf dem zweitletzten Platz (un)bequem gemacht. Die Aktie ist seit Jahresbeginn um 34 Prozent eingebrochen und leidet, ähnlich wie der deutsche Konkurrent BioNTech, unter dem Wegfall der Corona-Einnahmen durch die hauseigenen Impfstoffe. Mittlerweile sind die damaligen Kurssprünge weggeschmolzen und die Aktien befinden sich wieder ungefähr auf dem Niveau vor der Pandemie. 

Und dennoch könnte es sich für Anleger lohnen, an der Aktie von Moderna festzuhalten. Die fortschrittliche mRNA-Technologie, die sich schon bei Corona bewährt hat, könnte in Zukunft bei Krebsbehandlungen zum Einsatz kommen. Erste Medikamente werden schon in den nächsten Jahren erwartet. Und allein die demografische Entwicklung in der westlichen Bevölkerung spricht für einen wachsenden Bedarf an entsprechenden Behandlungen. Kurz- und mittelfristig dürfte es aber bei der Aktie wild zugehen. Dafür könnte allein US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy sorgen, der als Gegner von Impfungen bekannt ist und jüngst als Mittel gegen Masern Vitamin A empfahl.

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