„Buy the dip!“ – Folker Hellmeyer über den starken Dollar, Europas Selbstblockade und warum 2026 Japan zum Problem werden könnte.
Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt von Netfonds, ordnet im Gespräch mit Smartes Geld die globalen Kräfteverschiebungen neu. Sein Befund ist klar: „Der Markt wird die Dollarschwäche korrigieren.“ Die Stärke der US-Wirtschaft spreche eindeutig für einen starken Dollar – und gegen Europa. Die EZB, so Hellmeyer, sei weniger unabhängig als die Fed, während die Schuldenkrise in Frankreich historische Dimensionen erreicht habe.
Hellmeyer spart nicht mit Kritik an der europäischen Wirtschaftspolitik. Deutschland habe sich in den vergangenen 15 Jahren ideologisch verrannt, vor allem in der Energiepolitik. Ohne einen grundlegenden Kurswechsel drohe weiterer Wohlstandsverlust. Gleichzeitig hebt er die Robustheit der USA hervor: Wachstum, Produktivität und vor allem KI sorgten dafür, dass die Vereinigten Staaten „aus ihrer Verschuldung herauswachsen“.
Trotz geopolitischer Risiken bleibt Hellmeyer zuversichtlich. Ein möglicher Schlag gegen den Iran hätte nur kurzfristige Effekte, größere Verwerfungen erwartet er nicht. Für Anleger lautet seine Botschaft daher: Chancen nutzen statt zaudern. "Ich bleibe zuversichtlich, das wird ein verdammt gutes Jahr."
Warum Trumps Wirtschaftspolitik aus seiner Sicht erfolgreicher ist als oft dargestellt und weshalb Japan 2026 zum Problemfall werden könnte, erfahren Sie im kompletten Interview auf Youtube.