Fuchs Petrolub-Aktie nach Zahlen deutlich im Plus - Warum sich das Papier langfristig lohnt
· Börse Online Redaktion
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg einschließlich des Gewinns aus Gemeinschaftsunternehmen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent auf 84,7 Millionen Euro. Von Januar bis September lag der Umsatz mit 1,4 Milliarden Euro 23 Millionen Euro über dem Vorjahreswert, die Stärke des Euro zum Dollar und asiatischen Währungen kostete 37 Millionen Euro an Erlösen. Da sich der Euro in den vergangenen Monaten aber deutlich abschwächte, rechnet Fuchs für das vierte Quartal mit positiven Währungseffekten.
Die Aktien des Spezialisten für Maschinen-Schmieröle waren bei den Anlegern gefragt, da Analysten schwächere Zahlen erwartet hatten. DZ-Bank-Analyst Heinz Müller nannte die Zahlen beeindruckend. Mit einem Plus von fünf Prozent auf Kurse um 31 Euro waren die Fuchs-Petrolub-Papiere Spitzenreiter im MDax. Vor drei Monaten waren die Titel auf Talfahrt gegangen, weil Fuchs wegen Währungsverlusten die Gewinnprognose senken musste. Diesen Ausblick bekräftigte der Vorstand jetzt: Das operative Ergebnis soll auf Höhe des Vorjahreswertes liegen, als Fuchs mit 312 Millionen Euro den höchsten Gewinn der Firmengeschichte eingefahren hatte.
Reuters
Einschätzung der Redaktion
Die solide Quartalsbilanz des Mannheimer Schmierstoffspezialisten Fuchs Petrolub könnte das Signal für eine nachhaltige Trendwende in der Kursentwicklung sein. Weil das familiengeführte Unternehmen auf Maßnahmen zur Absicherung von Währungsschwanken verzichtet, war der schwache Dollar lange Zeit eine Belastung. Mit der Auswertung des Greenbacks gegenüber dem Euro hat sich das geändert. Zudem sinken die Rohstoffkosten wegen der seit Sommer deutlich gefallenen Ölpreise. Weil mehr als 85 Prozent der Produkte des größten, von Öl- und Gaskonzern unabhängigen Herstellers, für die speziellen Anforderungen der jeweiligen Firmenkunden entwickelt werden, sind Fuchs Petrolubs Margen überdurchschnittlich hoch. Mit niedrigen Rohstoffkosten sind deshalb positive Überraschungen bei der Profitabilität und beim Gewinnwachstum möglich. Mit der soliden finanziellen Ausstattung des Unternehmens - schuldenfrei und 75 Prozent Eigenkapitalquote - ist die Aktie ein relativ krisensicheres Investment. Anleger sollten deshalb auch größere Kursschwankungen tolerieren - langfristig wird sich das bezahlt machen.
Wir stufen die Aktie von "Beobachten" auf "Kaufen" hoch
Stopp: 26,80
Ziel: 36,00
Klaus Schachinger
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