LEG-Aktie: Immobilienkonzern hat keine Lust mehr auf Fusionen
· Börse Online Redaktion
Das Thema Zusammenschlüsse wurde laut Hegel 2015 mit den Aktionären so intensiv besprochen worden wie nie zuvor. Und es habe sich gezeigt, dass diese mit der bestehenden Dreigliederung am Markt - Vonovia als bundesweiter Anbieter, Deutsche Wohnen mit Schwerpunkt Berlin und LEG in Nordrhein-Westfalen - zufrieden seien. "Natürlich beobachten wir den Markt." Aber Fusionen seien derzeit kein Thema. Als Partner von Vonovia, etwa bei der Übernahme von einzelnen Wohnungspaketen, sei die LEG ideal. Die Düsseldorfer sind mit derzeit rund 130.000 verwalteten Wohnungen der drittgrößte börsennotierte Vermieter in Deutschland.
Steigende Mieteinnahmen, zugekaufte Immobilien und ein Sparprogramm verhalfen LEG im abgelaufenen Jahr zu einem operativen Gewinnsprung (FFO) um mehr als ein Viertel auf 206 Millionen Euro. Damit lag das Ergebnis leicht über dem eigenen Ziel. Von den Zuwächsen sollen auch die Anleger profitieren, die der Vorstand mit einer um 15 Prozent höheren Dividende von 2,26 Euro pro Aktie beglücken will. Hegel malte auch ein rosiges Bild für die Zukunft: 2016 erwartet die LEG weiterhin ein FFO zwischen 254 und 259 Millionen Euro, 2017 sollen es 279 und 284 Millionen werden. Die Aktionäre könnten sich auf weiter steigende Dividenden freuen, sagte Finanzvorstand Eckhard Schultz.
Wachsen will die LEG laut Hegel weiter durch Zukäufe von Beständen. Die Akquisition von 5000 Wohnungen pro Jahr sei realistisch. "Wir scheuen uns aber auch nicht, darüber hinaus Opportunitäten zu nutzen". Auch neue Angebote für Mieter sollen Auftrieb geben. So werde gerade ein Wohnservice für Senioren in Dortmund getestet, mit Pflegeangeboten, Begegnungsstätten, Essen auf Rädern und anderen Services, erklärte Vorstand Holger Hentschel. Auch sei die LEG in der Energieversorgung eine Partnerschaft mit RWE eingegangen, um den Mietern gute Konditionen bieten zu können. Auch Vonovia baut derzeit ihr Dienstleistungsgeschäft aus.
Reuters
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