US-Aktien sind seit Anfang des Jahres unter Druck geraten. Einige Experten raten bereits dazu, lieber die Finger von den USA zu lassen. Doch die Analysten von J.P. Morgan und Morgan Stanley sehen das anders und empfehlen Anlegern, die Hoffnung nicht aufzugeben. Was stimmt sie optimistisch?
"Wetten Sie niemals gegen Amerika" – so lautet ein bekanntes Zitat des Börsengurus Warren Buffett. Doch in diesem Jahr fällt es Anlegern vermutlich schwerer, daran zu glauben. Während die letzten Jahre für US-Aktien äußerst erfolgreich verliefen – man denke nur an rasante Kursanstiege von Titeln wie Palantir – lässt die Performance 2025 bislang zu wünschen übrig. Und selbst Warren Buffett hat sich laut jüngster Offenlegung seines Portfolios gänzlich von zwei ETFs des S&P 500 Index getrennt.
Börsenstars wie Nvidia oder Microsoft liegen seit Jahresbeginn tatsächlich im Minus. Auch der amerikanische S&P 500, der die 500 größten börsennotierten Unternehmen der USA abbildet, konnte bislang nur ein Plus von zwei Prozent verzeichnen. Zum Vergleich: Der sonst eher stabile und langsam wachsende DAX, der deutsche Leitindex, hat seit Jahresanfang bereits ein zweistelliges Plus erzielt.
Was also ist los an den amerikanischen Aktienmärkten? Sollten Anleger besser Abstand nehmen? Nicht, wenn es nach den Experten von Morgan Stanley und J.P. Morgan geht. Sie bleiben optimistisch. Doch warum?
Darum sind Morgan Stanley und J.P. Morgan weiterhin optimistisch für US-Aktien
Viele Anleger sind aktuell verunsichert und meiden US-Aktien. Die Gründe sind vielfältig: Unsicherheiten in der Politik, insbesondere in Bezug auf Zölle und Einwanderung unter der Präsidentschaft von Donald Trump sowie extrem hohe Bewertungen oder Bedrohungen durch chinesische Konkurrenten wie DeepSeek, die Unternehmen wie Nvidia herausfordern könnten.
Laut einem Bericht von "Bloomberg" sind die Analysten von Morgan Stanley und J.P. Morgan jedoch weiterhin optimistisch. Sie glauben nicht, dass die Flucht aus US-Aktien von Dauer sein wird. Als Haupttreiber heben sie vor allem die robuste wirtschaftliche Entwicklung und das starke Unternehmenswachstum hervor.
Michael Wilson von Morgan Stanley nennt den S&P 500 „den Index mit der höchsten Qualität“ und mit den „besten Gewinnwachstumsaussichten“. Er folgert: „Es ist verfrüht, zu dem Schluss zu kommen, dass die Abkehr von den USA nachhaltig ist.“
Auch die Analysten von J.P. Morgan bleiben zuversichtlich. Sie sehen den schwächeren Ausblick für große Tech-Unternehmen zwar als ein „bedeutendes Hindernis“ für eine erneute Outperformance der USA, betonen aber, dass das Gewinnwachstum in den USA hinter dem des restlichen Weltmarkts zurückbleiben müsste, um eine pessimistische Einschätzung zu rechtfertigen. Sie folgern: „Wir befürworten keine Untergewichtung der USA, da wir immer noch große Wachstums- und Gewinnunterschiede gegenüber dem Rest der Welt sehen und eine Eskalation der Zölle eine Unbekannte ist.“
Anleger sollten sich also nicht voreilig von US-Aktien abwenden. Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten sprechen nach wie vor für langfristiges Potenzial.
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