Fünf bekannte DAX-Aktien bieten laut Analysten deutliches Kurspotential von bis zu 60 Prozent. Ergeben sich daraus nun neue Chancen für Anleger?

Neue Analystenkursziele sorgen zum Wochenstart für Aufmerksamkeit: Für mehrere DAX-Unternehmen wurden zuletzt frische Einschätzungen veröffentlicht – darunter BMW, Vonovia und Infineon. Besonders spannend: Das höchste Kursziel signalisiert sogar ein Aufwärtspotential von mehr als 60 Prozent.

Wichtiger Hinweis: Das angegebene Aufwärtspotential bezieht sich auf die Aktienkurse vom 02. Juni 2026 um 9 Uhr.

Fresenius: 60 Prozent Aufwärtspotential

Eines der optimistischsten neuen Kursziele dieser Woche kommt von David Adlington von JPMorgan. Er beließ seine Einstufung für die Fresenius-Aktie bei Overweight und einem Kursziel von 56,60 Euro. Zudem bleibt Fresenius auf der „Analyst Focus List“ der US-Bank. In seiner Analyse vom Montagabend betonte Adlington, dass die Sorgen über hohe Energiepreise infolge des Nahostkonflikts übertrieben seien. Auch die Befürchtungen hinsichtlich negativer Auswirkungen der deutschen Krankenhausreform teilt der Analyst nicht.

BMW: 35 Prozent Aufwärtspotential

Auch für den Münchner Autobauer bestätigte JPMorgan das Kursziel und die Kaufempfehlung. Analyst Jose M. Asumendi hält für die BMW-Aktie einen Kurs von 100 Euro für realistisch. Die Begründung: BMW hat auf einer JPMorgan-Branchenkonferenz Einblicke in seine KI-Strategie, Robotik-Partnerschaften sowie den Ausblick für 2026 gegeben. Die Auto-Marge wird weiterhin mit vier bis sechs Prozent prognostiziert. Außerdem sollen die Investitionen nach dem Hoch im Jahr 2024 weiter sinken.

Vonovia: 61 Prozent Aufwärtspotential

Seit Ausbruch des Irankriegs Ende Februar ist die Vonovia-Aktie um mehr als 25 Prozent gefallen. Hauptgrund dafür dürften Inflationsängste und damit verbundene Sorgen vor möglichen Zinserhöhungen sein, die die Finanzierungskosten im Immobiliensektor erhöhen könnten.

Jonathan Kownator von Goldman Sachs bleibt dennoch optimistisch und hob sein Kursziel für die Vonovia-Aktie von 31,80 auf 34,30 Euro an. Daraus ergibt sich ein Aufwärtspotential von rund 61 Prozent. Laut Kownator liegen die Bewertungen im Immobiliensektor weiterhin deutlich unter ihrem historischen Durchschnittsniveau.

Deutsche Telekom: 27 Prozent Aufwärtspotential

Die Schweizer Großbank UBS bestätigte am Montag ihr „Buy“-Rating für die Aktie der Deutschen Telekom. Das Kursziel bleibt unverändert bei 36,60 Euro. Laut Analyst Polo Tang sorgt die Tarifeinigung mit der Gewerkschaft für mehr Kostensicherheit. Eine detailliertere Begründung wurde öffentlich nicht bekanntgegeben.

Infineon: 15 Prozent Aufwärtspotential

Trotz der starken Rally von 127 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten sieht Janardan Menon von Jefferies weiteres Kurspotential für die Infineon-Aktie. Der Analyst erhöhte das Kursziel von 75 auf 96 Euro und bestätigte seine Einstufung mit „Buy“. Vor allem im Bereich der Power-Management-Lösungen für KI profitiert Infineon demnach von wachsender Nachfrage, höheren Kapazitäten und steigenden Preisen. Zudem verstärkt sich der Aufschwung im Geschäft mit der Autobranche und der Industrie.

Infineon (WKN: 623100)

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Häufig gestellte Fragen:

Was sollten Anleger bei Analystenkurszielen beachten?

Anleger sollten beachten, dass Analystenkursziele keine Garantie für künftige Kursentwicklungen sind. Sie stellen lediglich Einschätzungen auf Basis aktueller Erwartungen dar.

Warum können Analystenkursziele stark vom aktuellen Aktienkurs abweichen?

Starke Abweichungen entstehen häufig, wenn Analysten eine Aktie als unterbewertet ansehen, mit steigenden Gewinnen rechnen oder bestimmte Risiken für übertrieben halten.

Sind Aktien mit hohem Aufwärtspotential automatisch kaufenswert?

Nein. Ein hohes rechnerisches Aufwärtspotential kann zwar auf eine mögliche Chance hinweisen, sollte aber nie isoliert betrachtet werden. Anleger sollten immer auch ihre eigene Analyse und Recherche durchführen.

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