Tesla bekommt sein deutsches Werk in Grünheide nicht wie geplant auf Volllast. Das zeiegn Zahlen, die jetzt der "Spiegel" verögffentlichte. Demnach bleibt die Produktion hinter den Erwartungen zurück, wichtige Modelle verzögern sich. Damit wöächst der Druck auf Umsatz, Margen – und den Aktienkurs.
Tesla hat offenbar ernthafte Probleme, seine Fertigungsziele im brandenburgischen Werk Grünheide zu erreichen. Statt die Produktion wie vorgesehen schrittweise zu steigern, liegt der Ausstoß deutlich unter Plan. Das zeigt der Geschäftsbericht der Tesla Manufacturing Brandenburg SE für das Jahr 2024, aus dem der "Spiegel" zitiert. Demnach liefen 2024 nur 211.235 Fahrzeuge vom Band, zwar etwa 11.000 Autos mehr als im dar, aber deutlich weniger als die angestrebten 287.000 Fahrzeuge. Immerhin erwirtschaftete das Werk laut dem Bericht einen Jahresüberschuss von mehr als 56 Millionen Euro.
Cybertruck und neue Modelle sorgen für Verzögerungen
Ein zentraler Grund für die stockende Erweiterung der Produktionslinien sind nach einem Bericht des Branchenportals Ecomento.deneue Fahrzeugmodelle. Insbesondere der Cybertruck, der auch in Europa neue Käuferschichten ansprechen soll, kommt langsamer voran als geplant. Die Anpassung komplexer Fertigungsprozesse und Lieferketten dauert länger als erwartet. Auch ein Zulassung des kantigen Gefährts in Europa steht noch aus. Das führr dazu, dass wichtige Stückzahlen fehlen und geplante Auslieferungen verschoben werden müssten, schreibt Ecomento.
Schwache Stückzahlen drücken auf Umsatz und Margen
Die niedrigere Produktion habe direkte finanzielle Folgen für Tesla, erklärt der "Spiegel". Wenn weniger Fahrzeuge vom Band laufen, sinken die Umsätze, während die Fixkosten weiterlaufen. Dadurch steigen die Kosten pro Fahrzeug, die Margen geraten unter Druck. Für ein Unternehmen wie Tesla, dessen Bewertung stark auf Wachstum und Skaleneffekten basiert, sei das besonders kritisch. Bleiben die Produktionsziele unerreicht, könnte sich das spürbar in den kommenden Quartalszahlen und im Aktienkurs niederschlagen.
Für Investoren sind die Probleme ein Warnsignal. In den vergangenen Jahren wurde Tesla vor allem für seine ambitionierten Wachstumspläne und hohe Produktionskapazitäten bewertet. Werden diese Erwartungen verfehlt, steigt die Unsicherheit über die künftige Gewinnentwicklung. Entsprechend sensibel reagiert der Markt auf Meldungen aus Grünheide. Jede Verzögerung beim Hochlauf könnte zusätzlichen Druck auf den Aktienkurs ausüben.
Allerdings hat Tesla-Gründer Elon Musk zuletzt ein neues Narrativ im Markt etabliert: Sein Unternehmen sei eher ein Roboter- und KI-Unternehmen als ein Autohersteller. Spätestens mit dem Produktionsanlauf der Robotaxis, deren Start in 30 US-Städten von Musk versprochen wurde, aber bis auf Pilotprojekte noch nicht begonnen hat , seien die Stückzahlen beim Fahrzeugabsaz egal. Das sagen auch Tesla-Fans wie der Wedbush-Analyst Dan Ives, der jüngst sein Kursziel von 800 Dollar für die Tesla-Aktie als "Basis-Szenario bezeichnete.
Bedeutung für Europa-Strategie und Standort Deutschland
Das Werk in Brandenburg ist jedoch ein Schlüsselprojekt für Teslas Europa-Strategie. Die Fabrik sollte nicht nur die Transportkosten senken, sondern auch Lieferzeiten verkürzen und die Abhängigkeit von Importen reduzieren. Zudem hängen aus deutscher Sicht zahlreiche Arbeitsplätze und Zulieferer an dem Standort. Bleibt die Produktion dauerhaft hinter den Erwartungen zurück, hätte das nicht nur betriebswirtschaftliche, sondern auch regionale und politische Auswirkungen. Erst kürzlich war bekannt geworden, das Tesla im Werk Grünheide im abgelaufenen Jahr 1700 Arbeitsplätze abgebaut hat, das sind rund 14 Prozent der Belegschaft.
Entscheidend ist nun, ob Tesla die operativen Schwierigkeiten in den Griff bekommt und die Fertigung stabilisieren kann. Gelingt der Produktionshochlauf, steigt auch die Profitabilität. Für Anleger bleibt Grünheide damit auch ein zentraler Gradmesser für die weitere Entwicklung der Tesla-Aktie.
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