Die Preise von KI-Tokens steigen. Doch nach einem Bericht des Wall Street Journal, will OpenAI die monatlichen Gebühren für die Nutzung von ChatGPT senken. Grund dafür ist ein Preiskampf mit Anthropic. Was bedeutet das für mögliche IPOs der KI-Giganten?
Zur Nutzung von KI-Modellen wie ChatGPT oder Claude sind sogenannte Token notwendig. Bisher subventionierten KI-Labore wie Anthropic und OpenAI diese, um die Kosten für Unternehmen sowie Verbraucher möglichst gering zu halten und diese zur Nutzung von Modellen rudnum die Künstliche Intelligenz zu animieren. Allerdings verlieren die Investoren der KI-Pioniere langsam ihre Geduld und fragen nach einer Monetarisierung, wodurch das bisherige Bezahlmodell kippte. Flatrates wurden auf token-basierte Abrechnungen umgestellt und die Kosten explodierten. Viele Unternehem haben ihre ursprünglich für das gesamte Jahr eingeplanten Budgets bereist verbraucht und fahren die Nutzung jetzt herunter. Nun plant offenbar OpenAI, die Preise wieder etwas zu senken. Ein Preiskampf mit Anthropic könnte auch die möglichen IPOs der beiden Firmen beeinflussen.
Anthropic unter Zugzwang? Zentrale IPO-Frage ändert sich
Die KI-Giganten liefern sich bereits seit längerem einen offenen Preiskampf. OpenAI bietet sein günstigstes Abo-Modell auf ChatGPT bereits ab acht US-Dollar an. Das teuerste kostet 100 US-Dollar. Anthropic verlangt für sein Modell Claude Pro 17 US-Dollar im Monat, Claude Max kostet, je nach gewähltem Umfang, 100 US-Dollar oder mehr. Somit ähneln sich die Kosten für die Nutzer größtenteils. Mit dem angekündigten Preisschnitt bringt OpenAI den Konkurrenten jetzt allerdings unter Zugzwang.
Das Problem besteht in den geplanten IPOs der beiden Konzerne. Anthropic hat Anfang Juni sein Börsenprospekt vertraulich bei der amerikanischen Börsenaufsicht (SEC) eingereicht. Der Markt erwartet den Börsengang im Herbst. OpenAI hat ebenfalls erste IPO-Unterlagen bei der SEC eingereicht, wie das Wall Street Journal vor einigen Tagen berichtete. Die Preisreduktion könnte nun dazu führen, dass sich Unternehmenskunden eher für ChatGPT statt Claude entscheiden, was den zentralen Punkt der IPOs verändert. Dann ist die Frage nicht mehr, wer das bessere Modell besitzt, sondern wer schneller (und günstiger) wachsen kann, ohne seine Profitabilität einzubüßen.
Steigert OpenAI durch den Schritt sein Wachstum, könnte dies auch sinkende Margen ausgleichen, die durch einen solchen Schritt entstehen. Anthropic hingegen muss nun versuchen seine Kunden zu halten und könnte dabei zu Preiszugeständnissen gezwungen sein. Das könnte ebenfalls die Margen drücken.
Steigende Kosten als Bremse für OpenAI?
Laut dem Bericht des Wall Street Journal spricht Sam Altman, OpenAI-CEO, bereits offen davon, dass die hohen Kosten für die Nutzung von KI-Modellen, ein "großes Problem" seien. Immer mehr Unternehmenskunden, beispielsweise Uber, beschweren sich, dass sie ihr KI-Budget bereits aufgebraucht hätten. Die exoplodiernden Kosten für KI-Anwendungen sind vor allem bei großen Unternehmen ein Problem und könnten zu deutlichen Einschränkungen führen. Das erklärt den Schritt von OpenAI, die Abonnement-Gebühren zu senken.
Entscheidend ist, welceh Margen OpenAI und Anthropic noch erzielen können, wenn sie die PReise für ihre Abonnements tatsächlich senken. Denn ihre Kosten für Ausbau und Betrieb der KI-Rechenzentren steigen ebenfalls, da die Nutzung und damit die Zahl der Anfragen rasant wächst. Die Frage ist, ob neue KI-Produkte für die nötige Profitabilität sorgen können, um mögliche Verluste aus Preisenkungen zu decken.
Tipp: Wer vom aktuellen KI-Hype noch vor dem Börsengang der beiden Konkurrenten profitieren möchte, sollte einen Blick auf den Künstliche-Intelligenz-Index von BÖRSE ONLINE werfen.
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Wer auf das IPO von SpaceX wartet, sollte sich dringend den Aktienreport "SpaceX - die Jahrhundertchance" ansehen.
Häufig gestellte Fragen
Warum senkt OpenAI die Preise trotz hoher Kosten?
OpenAI benötigt für seien Börsenstory Wachstum und steigende Marktanteile setzen. Niedrigere Preise können mehr Unternehmenskunden anziehen, auch wenn die Margen kurzfristig darunter leiden.
Was bedeutet der Preiskampf zwischen OpenAI und Anthropic für Unternehmenskunden?
Unternehmen könnten von günstigeren KI-Angeboten profitieren, weil sie mehr Leistung für weniger Geld bekommen. Gleichzeitig steigt das Risiko, dass die Anbieter ihre Preise später wieder anheben oder Leistungen stärker begrenzen.
Welche Rolle spielen die geplanten IPOs von OpenAI und Anthropic im Preiskampf?
Ein möglicher Börsengang erhöht den Druck, Wachstum und Umsatz glaubhaft zu steigern. Deshalb wird nicht nur die Modellqualität wichtig, sondern auch, wer schneller skaliert und dabei wirtschaftlich stabil bleibt.
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