Für diese beiden beliebten DAX-Aktien gibt es gleich zwei schlechte Nachrichten. Doch wie geht es jetzt weiter? Und warum droht das Momentum der Papiere nach einer jahrelangen Aufwärtsbewegung eigentlich zu kippen?
In den vergangenen fünf Jahren haben die Aktien der Munich Re und der Hannover Re eine erstaunliche Entwicklung hingelegt, doch zunehmend flacht das Momentum bei den beiden DAX-Aktien ab. Dies zeigt sich auch in der ersten Januarwoche, in der sich erneut zeigt, dass die fundamentalen Probleme für die Unternehmen größer werden.
Schlechte Nachrichten für 2 beliebte DAX-Aktien
"Nach der außergewöhnlich profitablen Periode von 2023 bis 2025 beschreiben die großen Rückversicherungsmakler die Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2026 als eine Phase der Abschwächung des harten Marktes", schrieben die Analysten Michael Christodoulou und Michael Huttner von Berenberg. Damit ist gemeint, dass die Zeiten, in denen Rückversicherungsschutz aufgrund der Risikobewertung knapp und teuer gewesen ist, in diesem Ausmaß ein Ende gefunden haben dürfte.
Die Versicherungskonzerne, erklärten die Berenberg-Experten weiter, verfügten über reichlich Kapital. Zugleich habe sich der Wettbewerb verschärft und die auf hohem Niveau angekommenen und nun an die Risiken angepassten Preise in den Sach- und Spezialversicherungssparten sänken. Entsprechend dürften die Rückversicherer beginnen, ihre Margen verstärkt zu verteidigen, während zugleich der Druck durch die Erstversicherer zunehme.
Auch Ivan Bokhmat von Barclays schrieb von einem deutlich zunehmenden Preisdruck bei den Erneuerungen in diesem Jahr, was zusätzliches Risiko für die Schätzungen erwarten lasse. "Während der Rückgang der Preise für Sachkatastrophen im niedrigen zweistelligen Bereich mit minus 12 Prozent den Erwartungen zu entsprechen scheint, könnte sich dies mit Blick auf die breitere Abschwächung in anderen Sparten anders verhalten", konkretisierte er seine Einschätzung.
Die künftige Rentabilität dürfte Bokhmat zufolge die Eigenkapitalkosten der Rückversicherer zwar weiterhin decken, doch Angebot und Nachfrage in den Jahren 2026 und 2027 dürften besser aufeinander abgestimmt werden, erwartet er. Zudem werde der Bestand an überschüssigem Kapital, der derzeit wohl bei 50 bis 100 Milliarden US-Dollar liege - "auch weiterhin die künftigen Vertragsverlängerungen belasten, sodass der Markt bis April, Juni/Juli und bis 2027 überversorgt sein dürfte".
Wie geht es mit den DAX-Aktien weiter?
Doch trotz dieser Lage ist der Konsens der Analysten überraschenderweise recht optimistisch, was die Papiere der beiden großen Rückversicherungskonzerne angeht. Vom aktuellen Niveau sehen die Marktbeobachter bei der Münchener Rück ein Kurspotenzial von 10 Prozent und raten zum Halten.
Bei der Hannover Rück sind die Experten sogar noch optimistischer, raten zum Kauf und sehen 16 Prozent Potenzial.
Enthält Material von dpa-AFX
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