KI ist Fluch und Segen. Je schneller sich die Modelle entwickeln, desto gefährlicher sind sie auch. Aus diesem Grund hat US-Präsident Donald Trump einen Präsidentenerlass unterzeichnet, um die Aufsicht über KI zu verstärken. Die Unternehmen zeigen sich bisher kooperativ.
Die US-Regierung sorgt sich um die aktuelle KI-Entwicklung. Zunehmend mehr leistungsstarke KI-Modelle stehen in den Startlöchern, die eine wachsende Sorge um die nationale Sicherheit befeuern. Aus diesem Grund hat US-Präsident Donald Trump einen Präsidentenerlass unterzeichnet, der Unternehmen anweist, der Regierung 30 Tage vor der Veröffentlichung neuer KI-Modelle Zugang zu gewähren, um Sicherheitstests durchzuführen. Die KI-Konzerne zeigen sich indes patriotisch.
Aufsicht für neue KI-Modelle beschlossen
Erst kürzlich offenbarte Claude Mythos, das neueste KI-Modell aus dem Hause Anthropic, zahlreiche Sicherheitslücken im Finanzsystem. Infolgedessen beriefen die EZB und die Fed sogar ein Nottreffen europäischer Banken ein. Die Sorge weltweiter Regierungen wächst hinsichtlich der raschen Entwicklung der KI-Modelle. Immer schlauer, schneller und besser lautet hier die Devise. Nun stellt die USA neue leistungsstarke Modelle unter Aufsicht.
Die unterzeichnete Executive Order weist Ministerien wie das Finanz- oder Heimatschutzministerium, an, gemeinsam mit KI-Entwicklern einen passenden Testrahmen zu entwickeln. Zusätzlich entsteht eine Cybersicherheits-Clearingstelle, die "das Scannen nach Software-Schwachstellen koordiniert und abstimmt", heißt es in der Verordnung. Ein ehemaliger Entwurf sah einen Prüfzeitraum von 90 Tagen vor. Nach dem Protest der Marktteilnehmer reduzierte die US-Regierung diesen auf 30 Tage, damit die Unternehmen weiterhin im KI-Wettlauf agieren können. Sowohl OpenAI als auch Anthropic und Google zeigen sich trotz der Aufsicht kooperativ.
Trotz Aufsicht weiterhin lukrativ
Der KI-Sektor boomt. Das ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Die wichtigsten Unternehmen des Booms hat BÖRSE ONLINE im "Künstliche Intelligenz"-Index zusammengefasst. Wer ebenfalls einsteigen möchte, sollte diese Titel nicht verpassen.
Firmen stimmen zu
OpenAI-CEO Sam Altman schrieb in einem Post auf X (ehemals Twitter), dass die USA bei KI führend sein sollen, indem sie weiterhin die besten Modelle entwickeln. Auch die Sicherheit und Nutzung von Cyber-Tools in den Händen vertrauenswürdiger Verteidiger solle sichergestellt sein. Anthropic sah in der Aufsicht einen wichtigen Schritt zur Stärkung der US-Führungsrolle bei KI. Auch Kent Walker, President of Global Affairs bei Alphabet, sicherte zu, dass das Unternehmen seinen Teil dazu beitrage, die Sicherheit in Amerika zu gewährleisten.
Der patriotische Konsens zeigt gleichzeitig auch, wie wichtig der US-Standort für die Unternehmen ist. Anthropic hat vor Kurzem sein Börsen-Prospekt eingereicht und steht kurz vor dem Börsengang. Alphabet und OpenAI konnten vom aktuellen KI-Boom klar profitieren und erreichten, genauso wie zahlreiche andere Unternehmen der Branche, immer neue Rekordwerte bei der Bewertung. Bisher zeigt die Meldung keine Auswirkung auf die Märkte und die KI-Werte profitieren weiter von den unaufhörlichen Nachfragen. Sorgt die Verordnung jedoch für einen Hemmungseffekt bei amerikanischen KI-Unternehmen, hat dies weitreichende Folgen für den gesamten Sektor.
Republikaner machen es vor
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FAQ
Was regelt der neue US-Präsidentenerlass zur KI?
Er verpflichtet Unternehmen dazu, der Regierung vor der Veröffentlichung neuer KI-Modelle Zugang für Sicherheitstests zu geben.
Wie lange vor dem Launch müssen KI-Modelle gemeldet werden?
Die Unternehmen müssen 30 Tage vor der Veröffentlichung Zugang gewähren.
Wie reagieren OpenAI, Anthropic und Google auf die Aufsicht?
Die Konzerne zeigen sich bislang kooperativ.
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