Das Umfeld für Aktien bleibt ideal: Der Vermögensverwalter Howard Capital rechnet mit einer explosiven Fortsetzung der Rallye im S&P 500  in den kommenden Jahren.

Vance Howard, CEO von Howard Capital Management, zeigt sich im CNBC-Interview so optimistisch wie selten. Er sieht den S&P 500 nicht nur auf 6.700 Punkte bis Jahresende steigen, sondern prognostiziert, dass sich der Index innerhalb der kommenden fünf bis sechs Jahre nochmals verdoppeln könnte! 

"Unser kurz-, mittel- und langfristiger Blick ist klar: Dieser Markt wird deutlich höher gehen", erklärt Howard gegenüber CNBC. Die Aussage unterstreicht die anhaltende Dynamik, die er an den US-Märkten sieht. Für Anleger bedeutet das laut Howard: Rücksetzer nutzen, um Qualitätstitel weiter aufzustocken. Selbst kleine Dips von zwei oder drei Prozent betrachtet er als „attraktive Einstiegsgelegenheiten in eine der besten Wachstumsstories des Jahrzehnts“.

„Sommerdelle“ statt Trendwende

Howard warnt davor, die aktuelle Marktphase zu pessimistisch zu deuten. Der Markt sei „flat“, nicht schwach. „Es ist wie eine spanische Pause, die Sommerdelle. Weniger Marktteilnehmer, weniger Volumen – aber die Dynamik bleibt intakt.“

Mit dem Ende der Ferienzeit erwartet er eine deutliche Belebung. „Die Märkte bauen gerade Dampf auf für ein starkes viertes Quartal.“ Seine Prognose für den S&P 500 zum Jahresende wurde deshalb jüngst von 6.500 auf 6.700 Punkte angehoben.

Nvidia: Mehr als nur ein KI-Play

Unter den Einzeltitel ist Howard besonders für Nvidia optimistisch. Für Howard ist der Chiphersteller aktuell die Benchmark eines „A-plus-plus“-Unternehmens. Trotz der jüngsten Konsolidierung sei der Konzern ein Dauerbrenner für Investoren, die langfristig denken. „Wenn man ein, zwei oder drei Jahre nach vorne blickt, wird man sehr zufrieden sein“, betont er.

Die Argumentation: Die Nachfrage nach KI-Chips wird auch 2025 und darüber hinaus hoch bleiben, während die Margen durch die dominierende Marktstellung robust sind. Damit wird Nvidia nicht nur zu einem Profiteur des KI-Booms, sondern zu einem zentralen Wachstumsmotor des gesamten S&P 500.

Interactive Brokers als unterschätzter Gewinner

Neben den bekannten KI-Giganten hebt Howard auch einen weniger offensichtlichen Titel hervor: Interactive Brokers (IBKR). „Das Unternehmen ist ein klarer Profiteur der steigenden Marktaktivität – und jetzt auch im S&P 500 vertreten. 

Jeder ETF-Kauf auf den Index bedeutet automatisch zusätzliche Nachfrage nach IBKR-Aktien“, erklärt er. Mit einem wachsenden internationalen Kundennetzwerk und der fortschreitenden Digitalisierung des Tradings sieht er das Unternehmen als robusten Performer für die nächsten drei bis fünf Jahre.

Liquidität als Treibstoff der Rallye

Ein entscheidender Faktor für Howards bullisches Szenario ist die enorme Liquidität am Markt. Rund 7,4 Billionen Dollar liegen derzeit in US-Geldmarktfonds – Kapital, das in den kommenden Quartalen in Aktien fließen könnte. Sollte die US-Notenbank die geldpolitische Bremse weiter lösen, könnte dieses „trockene Pulver“ den nächsten Rally-Schub auslösen.

Howard betont dabei, dass Anleger in dieser Marktphase langfristig denken sollten. Die Kombination aus stabilen Gewinnen, strukturellem Wachstum durch KI und Liquidität im Markt schaffe „ein Umfeld, das wir in dieser Form selten gesehen haben“. Für Anleger wäre es die beste aller Welten

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Verweis: Übrigens: Einmal kaufen, liegen lassen und nie mehr verkaufen – laut Börsenguru André Kostolany eine ideale Strategie, um mit Aktien zu Reichtum zu gelangen. 30 Evergreen-Aktien hat die Redaktion von BÖRSE ONLINE im "Aktien für die Ewigkeit"-Index zusammengefasst.

Infront S&P 500 (WKN: A0AET0)

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