Die neue Top-KI von OpenAI-Konkurrent Anthropic, Claude Mythos, findet Sicherheitslücken schneller als alle anderen. Dadurch entsteht jedoch ein Problem, denn das KI-Modell deckt diese Lücken auch in vermeintlich sicheren Bankensystemen auf. Steht die nächste Finanzkrise bereits in den Startlöchern?

Das Anthropic-Modell öffnet Cyberkriminalität Tür und Tor. So fasst die ARD-Finanzredaktion die aktuelle Problematik zusammen. Ganz so abwegig ist der Gedanke nicht: Claude Mythos ist so leistungsstark, dass kein aktuelles Sicherheitssystem standhält. Er sucht gezielt Lücken in den Programmen und verschafft sich somit Zugang. Auch Aufseher, wie die EZB, warnen jetzt vor den Sicherheitsrisiken.

Experten warnen vor Gefahr

Verschiedene "Wächter", wie etwa das Finance Stability Board oder die EZB, sehen in den leistungsstarken KI-Modellen eine ernsthafte Bedrohung für die globale Finanzstabilität. Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt gar vor einem "potenziellen makrofinanziellen Schock". Sollten Cyberkriminelle beispielsweise das zentrale Nachrichtensystem SWIFT mit einer solchen KI angreifen, können Banken Zahlungsaufträge und andere Finanznachrichten nicht mehr sicher übermitteln. Die Folge: Das Vertrauen in das Finanzsystem wäre komplett erschüttert, da Angreifer Zahlungsströme in Milliardenhöhe mit einem Prompt einfach umleiten könnten.

Was nach einem absoluten Albtraum-Szenario klingt, ist leider realer, als viele wahrhaben möchten. Noch ist es allerdings nicht soweit. Anthropic hält Claude Mythos weiterhin unter Verschluss, da dieser für die Allgemeinheit derzeit noch zu gefährlich ist. In den nächsten Wochen soll der Massen-Launch jedoch stattfinden. Bisher erhalten nur relevante Unternehmen einen begrenzten Zugriff auf das KI-Modell. Neben Google zählen auch Apple oder J.P. Morgan zu den Glücklichen. Europäische Banken sind bisher von dieser Möglichkeit ausgenommen, allerdings soll nun auch die EU-Behörde für Cybersicherheit (ENISA) Zugang erhalten. Dennoch sagt Luis de Guindos, scheidender Vizepräsident der EZB: "Wir müssen versuchen, das Bewusstsein der Finanzinstitute, der Banken, dafür zu schärfen, dass zusätzliche Investitionen in Cybersicherheit nötig sind". 

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Fluch und Segen

Finanzdienstleister und -institute sollen sich schon jetzt auf die möglichen Cyberbedrohungen einstellen. Denn selbst Logan Graham, der Leiter des führenden IT-Sicherheitsteams von Anthropic, warnt, dass die Möglichkeiten, die Claude Mythos bietet, in 6, 12 oder 24 Monaten der breiten Masse zur Verfügung stehen. Bisher benötigen Banken teils Wochen, um Sicherheitslücken in IT-Systemen zu bereinigen. Die Empfehlung von Experten wie Daniel Kröger, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter DWS, lautet daher: Mehr Geld in die Hand nehmen und Personal einstellen, um die Cybersicherheit zu erhöhen und Patch-Gaps zu schließen.

Mit dem Anthropic-Modell sollte das Finanzwesen im Jahr 2026 angekommen sein. Die Institute müssen Sicherheitsausgaben erhöhen und gleichzeitig auf Gegenmaßnahmen pochen. Allerdings ist Claude Mythos nicht nur der Fluch des Sektors - sondern auch der mögliche Erlöser. Denn er findet nicht nur Sicherheitslücken unglaublich schnell, sondern bewies auf den Testservern auch ein digitales Händchen zum Schließen dieser. Dementsprechend brauchen Banken Personen, die sich mit solchen KI-Modellen auskennen und umgehen können. Doch auch mit optimaler Vorbereitung bergen solche KI-Modelle ein großes Sicherheitsrisiko. Bei missbräuchlicher Verwendung könnten die verschiedenen Bots zu einer erneuten Finanzkrise führen, deren Ausmaße zum jetzigen Zeitpunkt niemand erahnen kann.

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Weiterführende Links

FAQ

Was ist Claude Mythos?

Claude Mythos ist ein neues KI-Modell von Anthropic, das Sicherheitslücken sehr schnell findet.

Warum sorgt die KI für Sorge im Finanzwesen?

Weil sie auch Schwachstellen in Bankensystemen und Zahlungsinfrastrukturen aufdecken könnte.

Ist das Risiko schon akut?

Noch nicht, aber Experten warnen vor erheblichen Sicherheitsrisiken in den kommenden Monaten.

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