Präsident Donald Trump fährt mit seinen Importzöllen schweres Geschütz gegen seine Handelspartner auf. Die Börse reagiert geschockt. Worauf sollen Anleger jetzt achten?
Es schlug noch heftiger ein als befürchtet: Donald Trump hat in der Nacht zum Donnerstag eine Zoll-Liste des Grauens präsentiert – und damit nicht nur die schlimmsten Erwartungen übertroffen, sondern weltweit Entsetzen ausgelöst.
Der Liste zufolge werden ab Samstag die Einfuhren aus allen Ländern pauschal mit zehn Prozent belegt. Für viele Länder fallen jedoch je nach Handelsdefizit höhere Abgaben an, die ab 9. April gelten sollen. So wird für Waren aus der EU ein Zuschlag von 20 Prozent erhoben – darunter fällt auch Deutschland. Auf chinesische Einfuhren werden sogar Zölle in Höhe von 34 Prozent erhoben.
Während Trump von einem „Tag der Befreiung“ für Amerika sprach, kam es an den Börsen zu teils heftigen Kurseinbrüchen. Der DAX verlor am Donnerstagvormittag bis zu 2,5 Prozent. Unter den größten Verlierern waren Autowerte, Industrie und Flugzeugbau. Dagegen konnten sich defensive Titel wie Telekom, RWE oder Beiersdorf gegen den Abwärtstrend behaupten.
An den Finanzmärkten werden dramatische Folgen für die Weltwirtschaft befürchtet. „Die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs währende Phase der Globalisierung ist damit endgültig beendet“, sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer im Interview mit €uro am Sonntag. Dennoch rät er der EU zu Verhandlungen mit Trump – und sieht noch Chancen: „Einen Versuch ist es wert.“
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