Die Analysten von Standard Chartered trauen dem DeFi-Sektor eine massive Aufwärtsbewegung zu. Ihrer Meinung nach könnte der Coin eines führenden Protokolls bis Ende 2030 auf 100 Dollar steigen. Vom aktuellen Kursniveau von etwa 3,10 Dollar aus betrachtet, entspräche dies einem Anstieg um das 33-Fache.
• Massives Kurspotenzial: Standard Chartered prognostiziert einen Anstieg des UNI-Tokens von aktuell 2,70 Dollar auf 100 Dollar bis Ende 2030.
• Wachstumstreiber Tokenisierung: Das geplante Volumen an tokenisierten Vermögenswerten auf der Blockchain soll bis 2030 um das 37-fache steigen – ein Bereich, in dem Uniswap als Infrastruktur-Primus agiert.
• Deflationärer Effekt: Durch das neue Gebührenmodell und regelmäßige Token-Burns wird das Angebot verknappt, was bei wachsender Nachfrage den Wert des Tokens langfristig stützen soll.
Der Grund für den Optimismus: die erwartete Explosion tokenisierter Vermögenswerte. Geoffrey Kendrick, Leiter der Analyse für digitale Vermögenswerte bei Standard Chartered, rechnet damit, dass das Volumen dieser Assets on-chain von derzeit 340 Milliarden Dollar auf vier Billionen Dollar bis Ende 2028 ansteigen wird. Während der Anteil dieser Werte im DeFi-Bereich derzeit bei 3,5 Prozent liegt, soll dieser bis 2030 auf 30 Prozent klettern.
Entsprechend wird das in Protokollen gebundene Kapital laut Kendrick auf 2,7 Billionen Dollar anschwellen – eine Verfünfunddreißigfachung des aktuellen Niveaus. Das analysierte DeFi-Protokoll, Uniswap, soll als Infrastruktur für Liquiditätspools überproportional von diesem Zufluss profitieren.
Vergleich mit den Tech-Giganten
Die Analysten ziehen einen anschaulichen Vergleich: Uniswap sei wie YouTube, während Coinbase das Netflix der Krypto-Börsen sei. Während Coinbase eine zentrale Infrastruktur inklusive Handelsmanagement betreibt, fungiert Uniswap als offene Plattform, auf der Nutzer selbst Liquidität bereitstellen.
Dieser Modellvorteil senkt die Kapitalkosten erheblich. Zudem sieht Kendrick in der jüngsten Anpassung des Gebührenmodells bei Uniswap einen Katalysator. Durch das „UNIfication“-Update wurden Protokollgebühren aktiviert und ein systematischer Token-Burn eingeführt. Seit Dezember 2025 wurden bereits fünf Millionen UNI-Token vernichtet. Zusammen mit einem einmaligen Burn von 100 Millionen Token sank das Gesamtangebot auf 895 Millionen Einheiten.
Herausforderungen bleiben bestehen
Trotz der bullischen Prognose warnt Standard Chartered vor Risiken. Konkurrenz durch spezialisierte dezentrale Börsen und die Notwendigkeit, engere Partnerschaften mit der klassischen Finanzwelt (TradFi) zu knüpfen, bleiben zentrale Hürden. Zudem muss sich das neue V4-System von Uniswap erst noch bei deutlich höheren Handelsvolumina bewähren. Auch die regulatorische Unsicherheit in den USA bleibt ein Unsicherheitsfaktor für die weitere Skalierung.
Fazit
Die Prognose von 100 Dollar bis 2030 ist zwar ambitioniert, die Story dahinter aber durchaus einleuchtend. Solange der Markt dies allerdings noch nicht genauso sieht, also sich das Chartbild deutlich aufhellt, wäre jeder Kauf ein Griff ins fallende Messer. Anleger sollten Uniswap aber zumindest auf der Watchlist behalten.
FAQ
Was ist Uniswap?
Uniswap ist eine dezentrale Kryptowährungsbörse (DEX), die auf der Ethereum-Blockchain basiert. Nutzer können dort Kryptowährungen direkt miteinander tauschen, ohne dass eine zentrale Instanz oder ein Vermittler erforderlich ist. Der Handel erfolgt über sogenannte Smart Contracts und Liquiditätspools.
Wie verdient man mit Uniswap Geld?
Nutzer können Kryptowährungen in Liquiditätspools einzahlen und dafür einen Anteil der Handelsgebühren erhalten, die auf diesem Pool anfallen. Die tatsächliche Rendite hängt vom Handelsvolumen, der Poolgröße und möglichen Risiken wie dem sogenannten Impermanent Loss ab.