Disney hat mit seinem neuen Pixar-Film einen echten Volltreffer gelandet. Der Streifen spielte zum Start weltweit 312 Millionen Dollar ein und schaffte das zweitbeste Startwochenende eines Animationsfilms überhaupt. Welcher Film lässt die Kassen klingeln und ist die Disney-Aktie jetzt einen Blick wert? 

• Am Eröffnungswochenende spielte „Toy Story 5" in den USA 160 Millionen Dollar ein.

• Die „Toy Story"-Reihe hat seit 1995 weltweit bereits mehr als drei Milliarden Dollar eingespielt.

• Mehr als ein Viertel der Zuschauer entschied sich für teurere Premium-Tickets wie IMAX.

„Toy Story 5“ spielte am Eröffnungswochenende in den USA 160 Millionen Dollar ein und markiert damit den besten Kinostart der Franchise-Geschichte. International kamen noch einmal 152 Millionen Dollar hinzu. Damit lässt der fünfte Teil den bisherigen Rekordhalter „Toy Story 4“ klar hinter sich. Der war 2019 in den USA mit 120,9 Millionen Dollar angelaufen. 

Laut Branchendaten kamen rund 11,5 Millionen Besucher am Eröffnungswochenende in die Kinos, fast 70 Prozent der Ticketkäufer gehörten zu Familiengruppen. Mehr als ein Viertel entschied sich zudem für teurere Premium-Großformat-Tickets wie IMAX. Das ist für Disney besonders lukrativ, weil solche Tickets höhere Durchschnittserlöse bringen. Allein IMAX steuerte 11,5 Millionen Dollar in den USA und 18,4 Millionen Dollar weltweit bei.

Kurs auf die Milliarde

In den vergangenen zwei Jahren liefen in den USA vor allem familienfreundliche Kinofilme besonders stark: Produktionen, die auch für jüngere Zuschauer geeignet sind, spielten laut dem Marktforschungsunternehmen Rentrak mehr ein als Filme mit Jugend- oder Erwachsenenfreigabe. Animationsfilme haben zudem häufig längere Beine als klassische Blockbuster. Sie profitieren stärker von Mundpropaganda und halten sich oft über Wochen auf hohem Niveau.

Genau darauf verweist auch Branchenbeobachter Paul Dergarabedian von Rentrak. Disney und Pixar hätten einen „perfekt getimten, makellos vermarkteten Film“ ins Rennen geschickt, der nun auf einen langen, stabilen Kinolauf zusteuere. Er traut dem Film ohne Weiteres mehr als eine Milliarde Dollar weltweite Einspielergebnisse zu.

Weiterführende Links

Lange Erfolgsstory

„Toy Story“ zählt seit Jahren zu den wertvollsten Marken im Disney-Portfolio. Die Filmreihe hat seit dem ersten Teil 1995 weltweit bereits mehr als drei Milliarden Dollar eingespielt, zwei Filme knackten sogar die Marke von einer Milliarde Dollar.  Dazu kommt das riesige Merchandising-Geschäft und genau hier liegt die eigentliche Disney-Magie: Der Konzern verkauft nicht nur Kinotickets, sondern ganze Markenwelten.

Das macht „Toy Story“ zu einem Paradebeispiel für Disneys Geschäftsmodell. Erfolgreiche Inhalte werden über mehrere Kanäle monetarisiert: vom Kino über Streaming bis hin zu Spielwaren, Freizeitparks und Lizenzprodukten. 

The Walt Disney Company (WKN: 855686)

Fazit

Pixar landet mit „Toy Story 5“ zwar einen furiosen Kassenstart und beschert Disney positive Schlagzeilen. Für die Aktie reicht das aber noch nicht als Befreiungsschlag. Erst ein nachhaltiger Sprung über den GD200 würde das Chartbild deutlich aufhellen. Das lineare TV-Geschäft kriselt weiter, Streaming ist hart umkämpft und die Themenparks konjunkturabhängig.

FAQs zu Disney

Wie verdient Disney wirklich Geld – und wo liegt der Unterschied zu Netflix?

Netflix ist ein reines Streaming-Unternehmen mit Abonnements und Werbeerlösen. Disney dagegen ist ein Medienkonglomerat mit mehreren Standbeinen: Kino, Streaming, Freizeitparks, Merchandising und Lizenzen. Das macht Disney breiter aufgestellt, aber auch komplexer zu bewerten. 

Wie schlägt sich Disney+ gegenüber Netflix?

Netflix ist mit über 300 Millionen Abonnenten weltweit der klare Marktführer im Streaming. Disney+ kommt aktuell auf rund 161,8 Millionen Abonnenten weltweit – inklusive dem 2023 übernommenem US-Streaming-Dienst Hulu auf 178 Millionen.

Zahlt Disney eine Dividende?

Disney hatte die Dividende während der Corona-Pandemie komplett gestrichen und erst 2023 wieder eingeführt. Im Geschäftsjahr 2026 schüttet der Konzern 1,50 Dollar je Aktie aus.