SEOUL/TOKIO (dpa-AFX) - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag überwiegend zugelegt. Damit setzte sich trotz der brüchigen Waffenruhe im Iran-Konflikt eine positive Tendenz durch. Die Börsen folgten damit den Vorgaben der Wallstreet.

"Der Optimismus über eine Fortsetzung der Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Herbeiführung einer Waffenruhe bestimmte das Handelsgeschehen", merkte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Broker CMC Markets, zu den Gewinnen in Fernost an. Nach Ansicht von Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, richtet sich der Blick bereits auf die kommenden Monate. "Kurzfristig kommen Anleger an geopolitischen Nachrichten nicht vorbei", so Stanzl. "Mittelfristig bereiten sie sich darauf vor, über die entstandene konjunkturelle Delle hinwegzublicken und sich auf das Wachstum zu konzentrieren, das im Rest des Jahres jetzt noch möglich ist."

Zu dem Optimismus trugen die Zahlen von TSMC bei. Der taiwanesische Chiphersteller hatte im ersten Quartal den Umsatz deutlich gesteigert und damit die Markterwartungen übertroffen. Dies stützte die Indizes halbleiterlastiger Märkte wie Taiwan und Südkorea. Auch die japanische Börse lag gut im Rennen. Der japanische Nikkei 225 endete 1,84 Prozent höher mit 56.924,11 Punkten.

Die chinesischen Börsen schlossen sich der allgemeinen Entwicklung an. Der CSI-300-Index , der die wichtigsten Aktien auf dem chinesischen Festland abbildet, kletterte um 1,5 Prozent. Der Hang Seng der Sonderverwaltungsregion Hongkong lag mit 0,4 Prozent im Plus. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen darauf, dass die Erzeugerpreise im März erstmals seit September 2022 gestiegen seien. Damit wurde die deflationäre Entwicklung durchbrochen.

Die australische Börse konnte dagegen nicht mithalten. Der S&P ASX 200 schloss mit 8.960,60 Punkten 0,14 Prozent tiefer. Er hatte sich während der Kapriolen der vergangenen Wochen allerdings stabiler präsentiert als viele andere Börsen der Region Asien-Pazifik./mf/jha/

Quelle: dpa-Afx