FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer Stabilisierung zum Wochenauftakt dürften am Dienstag erneut Verluste am deutschen Aktienmarkt dominieren. Die nach wie vor angespannte Lage im Nahen Osten dämpft die Risikobereitschaft der Investoren. Die seit fast fünf Wochen dauernde Waffenruhe mit dem Iran hält zwar noch, hängt laut US-Präsident Donald Trump jedoch nur noch am seidenen Faden.
Der X-Dax
Die US-Regierung hat den ökonomischen Druck auf den Iran inzwischen weiter verschärft. "Die Situation scheint festgefahren", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners die jüngsten Ereignisse. "Für jegliche Form der Entwarnung ist es weiterhin zu früh", ergänzte er und rechnet mit einem langen Nachhall der Auseinandersetzungen in Nahost für die Börsen und die Weltwirtschaft. "Die Hoffnungen ruhen jetzt darauf, dass China als erfolgreicher Vermittler zwischen den Kriegsparteien agieren wird."
Trump wird China in Kürze besuchen. Dabei soll es zwar hauptsächlich um die Beilegung des Handelsstreits der zwei weltweit größten Volkswirtschaften gehen, am Markt erhofft man sich aber auch positive Impulse in Sachen Iran-Krieg. China unterstützt den Iran, denn chinesische Raffinerien sind die wichtigsten Abnehmer von Erdöl aus dem Iran.
Von Seiten der Unternehmen hierzulande läuft die zu Ende gehende Berichtssaison auf Hochtouren. Aus dem Dax stehen drei Konzerne im Blick sowie zahlreiche weitere aus MDax
Bayer
Der Rückversicherer Munich Re
Ebenso die von Siemens Energy
Was die Flut an Quartalsberichten aus der zweiten und dritten Reihe betrifft, könnten etwa Thyssenkrupp
Der Industriekonzern Thyssenkrupp senkte angesichts einer weiter mauen Nachfrage im Automobilgeschäft sowie niedrigerer Stahlpreise seine Umsatzschätzung für das Geschäftsjahr 2025/26. Beim Anlagenbauer Dürr verfehlte der Auftragseingang im ersten Quartal die durchschnittliche Analystenerwartung. Der Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec gab ein rückläufiges Halbjahresergebnis bekannt und senkte sein Margenziel für das Gesamtgeschäftsjahr 2025/26.
Mit vorbörslichen Kursgewinnen warteten unterdessen Friedrich Vorwerk
Elmos
Quelle: dpa-Afx