FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger schauen am deutschen Aktienmarkt weiterhin nervös auf die Entwicklung am Ölmarkt. Die zugespitzte Lage im Nahen Osten drückte den Dax
Der Dax stand am Nachmittag bei 23.303 Zählern. Er konnte sein Minus, das im frühen Handel bis zu 2,8 Prozent groß war, damit auf 1,2 Prozent begrenzen. Der MDax
Nachdem der Preis für ein Fass Rohöl der Nordsee-Sorte Brent in der Nacht auf fast 120 Dollar hochgeschnellt war, wirkte ein Bericht der "Financial Times" entlastend, wonach die G7-Staaten über eine mögliche Freigabe von Erdölreserven beraten sollen. Der Brent-Fasspreis kehrte daraufhin in Richtung der 100-Dollar-Marke zurück.
Laut den Experten des Bankhauses Metzler rückt eine diplomatische Lösung des Konflikts "immer weiter in die Ferne". Getrieben ist die Situation an den Ölmärkten von der Angst vor einer längeren Sperrung der Straße von Hormus, die für den globalen Ölhandel von großer Bedeutung ist. Im Fokus der Märkte stand auch, dass der Iran mit dem Sohn des getöteten Ajatollah Ali Chamenei einen neuen obersten Führer bestimmt hat.
Den Experten von Index-Radar zufolge preisen Investoren neben dem Szenario eines länger anhaltenden Konflikts auch die Sorge vor einem erneuten Inflationsimpuls durch steigende Energiepreise ein. In solchen Phasen lohne es sich, einen Schritt kürzerzutreten. Sie warnen aber vor Panik, die an der Börse "selten ein guter Ratgeber" sei. Die Experten setzen darauf, dass der Konflikt zeitnah entschärft oder zumindest so begrenzt wird, dass die Energiepreise wieder deutlich nachgeben.
Die vom Ölpreis ausgelösten Schwankungen zeigten sich am Montag in vielen energieintensiven Industriebranchen mit den üblichen Belastungen, während die Aktien großer europäischer Ölkonzerne wie BP
Auch in der Tourismusbranche bleibt die Angst der Anleger vor den Auswirkungen hoher Treibstoffpreise spürbar. Für die Aktien der Lufthansa
Gewinne erzielen konnten Anleger im Rüstungsbereich. Während es die Titel von Rheinmetall
In der Rüstungsbranche schauten die Anleger am Montag auch auf ein durchwachsenes Börsendebüt des Unternehmens Gabler
Aktien der Gea Group
Vollzogen wurde am Montag eine Umplatzierung in der Dax-Indexfamilie. Weder die Aktien des Autozulieferers Schaeffler
Quelle: dpa-Afx