FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen haben am Montag einen Teil ihrer jüngsten Kursgewinne eingebüßt. Sichere Anlagen wie Bundeswertpapiere waren angesichts leichter Entspannungssignale im Ukraine-Konflikt zu Wochenbeginn weniger gefragt. Am Mittag fiel der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future
Zur Deeskalation des festgefahrenen Konflikts mit Russland soll ein Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Joe Biden und Kremlchef Wladimir Putin beitragen. Allerdings dämpfte der Kreml die Erwartungen: "Es gibt soweit keine konkreten Pläne dazu", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Grundsätzlich seien Gespräche aber möglich. Laut US-Regierung hat Biden einem Treffen "im Prinzip" zugestimmt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Wochenende versucht, ein solches Treffen zu vermitteln.
Konjunkturdaten aus der Eurozone fielen solide aus und dämpften die Nachfrage nach sicheren Anlagen wie Bundeswertpapieren zusätzlich. Der Einkaufsmanagerindex von IHS/Markit stieg im Februar deutlich an. Im Zuge gelockerter Corona-Restriktionen habe sich das Wachstum in der Eurozone stark beschleunigt, kommentierte Markit das Umfrageergebnis.
Bankvolkswirte äußerten sich ähnlich optimistisch. Jörg Zeuner, Chefökonom von Union Investment, sprach von einem guten Signal für die europäische Wirtschaft. Eine Belastung bleibt laut Analysten aber der hohe Preisauftrieb. Eine Eskalation in der Ukraine gilt unter Experten als großes konjunkturelles Risiko./bgf/jsl/eas
Quelle: dpa-Afx