FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Mittwoch etwas nachgegeben. Bis zum Mittag fiel der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future
Insgesamt haben die Finanzmärkte vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag eine abwartende Haltung eingenommen. Grundlegende Änderungen der Geldpolitik werden noch nicht erwartet. Angesichts der sehr hohen Inflation sind allerdings die Erwartungen gestiegen, dass die EZB noch in diesem Jahr die Zinsen anheben könnte. Allerdings berücksichtigt die EZB auch die wachsenden Risiken für das Wirtschaftswachstum. Diese resultieren vor allem aus dem Ukraine-Krieg und der strikten chinesischen Corona-Politik.
Verbraucherpreisdaten aus den USA hatten die Renditen am europäischen Anleihemarkt am Dienstag unter Druck gesetzt. Die Inflationsrate war zwar im März mit 8,5 Prozent auf den höchsten Stand seit Ende 1981 geklettert. Die Kernrate, bei der schwankungsanfällige Energie- und Lebensmittelpreise herausgerechnet werden, legte jedoch weniger als erwartet zu. Am Nachmittag werden in den USA noch Zahlen zu den Erzeugerpreisen veröffentlicht.
Der Inflationsdruck weltweit bleibt jedoch ausgesprochen hoch. Auch jüngste Inflationsdaten aus Großbritannien bestätigten dies. Dort beschleunigte sich der bereits starke Anstieg der Verbraucherpreise noch einmal. Im März erhöhten sie sich gegenüber dem Vorjahresmonat überraschend deutlich um sieben Prozent. Die Inflationsrate liegt klar über dem Ziel der britischen Notenbank von zwei Prozent./jsl/la/jha/
Quelle: dpa-Afx