HAMBURG (dpa-AFX) - Der Kupferkonzern Aurubis sieht durch den Iran-Krieg kurzfristig kaum direkte Auswirkungen auf sein Geschäft - mittelfristig könnten sich sogar Chancen ergeben. Der Nahe Osten sei mit Blick auf Metalle und Schwefelsäure kein größerer Absatzmarkt, hieß es von Aurubis am Montag zur Veröffentlichung der endgültigen Resultate des zweiten Geschäftsquartals 2025/26. Vielmehr könnte das Weltmarkt-Angebot von Schwefelsäure im zweiten Halbjahr 2025/26 sinken wegen des Ausfalls von Schwefel-Lieferketten in Nahost, der zu einer stabilen Nachfrage der europäischen Chemie- und Düngemittelindustrie hinzukomme. Potenzielle Exportbeschränkungen in Reaktion auf die angespannte Versorgungslage könnten dann zu einer weiteren Verknappung führen. Schwefelsäure ist ein Nebenprodukt der Kupferproduktion und wird unter anderem von der Düngemittelindustrie verarbeitet.
Bereits am Freitag hatte Aurubis sich zur Entwicklung des operativen Vorsteuergewinns im ersten Geschäftshalbjahr geäußert und den Jahresausblick für diese Kennzahl angehoben. Der Aktienkurs war daraufhin auf ein Rekordhoch gestiegen, bevor einige Anleger erst einmal Kasse machten und das Papier letztendlich im Minus schloss./mis/stk
Quelle: dpa-Afx