LUTON (dpa-AFX) - Der Billigflieger Easyjet bekommt die Folgen des Iran-Kriegs zu spüren. Die Buchungen haben sich abgeschwächt in den letzten Wochen, teilte der Konzern am Donnerstag in Luton mit. Deshalb sei die Vorausschau momentan geringer als üblich. Das Unternehmen sieht sich aber gut aufgestellt, die Schwankungen zu bewältigen. In den vergangenen Wochen belasteten Easyjet zudem die in Folge des militärischen Konflikts stark gestiegenen Ölpreise. Die Aktie verlor zum Handelsstart 7 Prozent an Wert.

Im März beliefen sich die entstandenen Einmalkosten bei Easyjet auf 25 Millionen Pfund (28,7 Mio Euro). Für die anstehende Sommerreisesaison hat sich das Unternehmen nach eigenen Angaben 70 Prozent seines Kerosinbedarfs zu einem Festpreis von 706 Dollar pro Tonne gesichert. Zum Vergleich: Mitte April kostete eine Tonne Kerosin am Spotmarkt 1.500 Dollar (1.273 Euro).

Vor Steuern rechnet Easyjet für das erste Geschäftshalbjahr (bis Ende März) mit einem Verlust zwischen 540 und 560 Millionen Pfund. Zusätzlich zu den Belastungen durch die gestiegenen Kerosinkosten, legte das Unternehmen auch 30 Millionen Pfund für Rechtsstreitigkeiten zurück.

Am 21. Mai will Easyjet seine Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr vorstellen. Chef Kenton Jarvis kündigte schon jetzt an, dass sich die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert hätten, was er auf den Krieg im Nahen Osten, sowie verschärften Wettbewerb in anderen Ländern zurückführte. Der Manager berichtete aber auch davon, dass die Osterreisezeit so stark gewesen sei wie nie und die Hochsaison im Sommer anlaufe, wie geplant./lew/nas/stk

Quelle: dpa-Afx