BERLIN (dpa-AFX) - Der Wissenschaftsverlag Springer Nature
Für die Aktien ging es am Morgen auf ein Hoch seit November 2025, dann gaben sie einen Teil der Gewinne ab. Zuletzt betrug das Plus noch rund 3,5 Prozent auf 20,90 Euro. Die Papiere gehörten damit zu den Favoriten im Kleinwerteindex SDax
Für Analyst Daniel Kerven von der US-Bank JPMorgan hat Springer Nature ein starkes erstes Quartal vorgelegt - vor allem im Geschäft mit Journalen im Segment Research. Dies stärke das Vertrauen für das Gesamtjahr, schrieb er.
Auch Experte Nick Dempsey von der britische Investmentbank Barclays lobte den guten Jahresstart mit Blick auf das Umsatzwachstum aus eigener Kraft und die Marge. Zudem hob er die bestätigten Jahresziele hervor, und dass der Verlag seit dem Börsengang seinen Verschuldungsgrad schneller als geplant reduziert habe.
Der Erlös stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum moderat um 0,3 Prozent auf 451,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Berlin mitteilte. Analysten hatten etwas weniger auf dem Zettel. Aus eigener Kraft - also ohne Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte - betrug der Zuwachs 6,2 Prozent.
Gestützt wurde das Wachstum vom Research-Segment. Springer Nature profitierte vor allem vom Portfolio seiner Fachzeitschriften und dem Geschäft mit frei verfügbaren Forschungspublikationen. Das Geld für diese Veröffentlichungen erhält Springer Nature dabei von den Forschenden selbst.
Das bereinigte Betriebsergebnis sank um 1,1 Prozent auf 106,7 Millionen Euro, übertraf damit aber ebenfalls die Erwartungen von Branchenexperten. Organisch stieg der operative Gewinn um 8,6 Prozent. Der freie Barmittelzufluss verbesserte sich um 46,4 Millionen auf 204,4 Millionen Euro.
Im laufenden Jahr sollen die Erlöse weiter organisch um 5 bis 6 Prozent zulegen, die bereinigte operative Ergebnismarge soll sich dabei um 0,3 Prozentpunkte verbessern./err/tav/jha/
Quelle: dpa-Afx