FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag gegen die weltweite Zinserhöhungsspirale immun gezeigt. Nach dem kleinen Schritt der US-Notenbank Fed zeichnet sich Experten zufolge ein Ende des aktuellen Zinszyklus ab. Der Dax
Die übrigen europäischen Börsen präsentierten sich uneinheitlich: Der EuroStoxx 50
Im Mittelpunkt standen neuerliche geldpolitische Straffungen. Am Vorabend hatte die Fed angesichts der jüngsten Turbulenzen im Bankensektor ihren Leitzins um lediglich 0,25 Prozentpunkte angehoben. Vor den Umwälzungen hatten Fachleute überwiegend eine Erhöhung um 0,5 Punkte erwartet. Am Donnerstag folgten die Zentralbanken der Schweiz, Norwegens und Großbritanniens mit höheren Leitzinsen.
Es zeichne sich ab, dass die Fed in diesem Jahr nur noch eine kleine Zinserhöhung vornimmt, erwartet Robert Halver von der Baader Bank. "Das Ende der Zinswende ist erkennbar und nach einer der Glaubwürdigkeit geschuldeten Karenzzeit scheinen selbst Leitzinssenkungen nur noch eine Frage der Zeit zu sein." Der Experte glaubt, dass unter diesen Umständen Wachstumsaktien allmählich wieder für Anleger interessanter werden als die sogenannten Substanzwerte.
Im Bankensektor dagegen blieb die Stimmung von Bedenken geprägt, zumal sich US-Finanzministerin Janet Yellen am Vortag gegen eine "pauschale" Einlagensicherung zur Stabilisierung des US-Bankensystems ausgesprochen hatte. Für die Titel der Commerzbank
Gefragt waren einmal mehr Aktien aus dem Rüstungssektor. Rheinmetall
In der zweiten Börsenreihe ging es mit plus 15,5 Prozent besonders stark für Nemetschek
Eine klar positive Reaktion mit plus 4,5 Prozent gab es bei Scout24
Klare Schwäche zeigten dagegen die Aktien von CTS Eventim
Noch größer war der Druck bei dem Laserspezialisten LPKF
Der Euro
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,23 Prozent am Vortag auf 2,28 Prozent. Der Rentenindex Rex
--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-Afx