FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat einen schwankenden Handel am Donnerstag moderat im Minus beendet. Enttäuschende Zahlen zur Industrieproduktion im Juli drückten hierzulande auf die Stimmung, zudem knüpften die US-Börsen an ihre Verluste vom Vortag an. Robuste wöchentliche Arbeitsmarktdaten galten dort als Indiz für weiteren Zinsspielraum der US-Notenbank Fed.
Der Dax
Im Juli sank die deutsche Industrieproduktion etwas deutlicher als gedacht. Laut Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets ist "die Stimmung hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gefühlt auf dem Tiefpunkt". Der Dax beweise aber eine erstaunliche Widerstandsfähigkeit. "Der deutsche Aktienindex wackelt, aber er fällt noch nicht", so der Marktbeobachter. Für eine Erholung fehlten aber die kaufwilligen Investoren.
"Offensichtlich schlägt die schwache Nachfrage mehr und mehr auf die Produktion durch", kommentierte Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen die aktuellen Daten. In den kommenden Monaten dürfte sich die Abwärtstendenz in der Industrie seiner Meinung nach fortsetzen und mit dazu beitragen, dass die deutsche Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte schrumpft.
Mit Blick auf die Einzelwerte legten vor allem Aktien aus dem Flugzeugbau zu. Hier hoben starke Zahlen und ein angehobener Ausblick des Unternehmens Melrose Industries die Stimmung. Die Airbus-Titel
Schwäche zeigten dagegen die 2,6 Prozent schwächeren Papiere des Chipherstellers Infineon
Auch im Chemiesektor ging es bergab. Hier sind sich Analysten neuerdings uneins über die Perspektiven. Einer optimistischeren Stimme der Baader Bank stand die US-Bank Morgan Stanley gegenüber, die vor weiteren Abwärtsrisiken warnte. Für BASF
An der SDax-Spitze
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx
Der Euro
Im Rentenhandel stieg die Umlaufrendite von 2,63 Prozent am Vortag auf 2,65 Prozent. Der Rentenindex Rex
--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-Afx