FRANKFURT (dpa-AFX) - Die hohen Zinsen sowie die weiter gefährliche Lage im Nahen Osten lassen die Zuversicht der Anleger am deutschen Aktienmarkt zunehmend schwinden. Am Donnerstag rutschte der Dax
Der Krieg zwischen Hamas und Israel lastet weiter auf der Stimmung. Die diplomatischen Bemühungen gehen zwar weiter, die militärischen Auseinandersetzungen allerdings auch. Ebenso Druck üben die steigenden Kapitalmarktzinsen auf den Aktienmarkt aus. Am Donnerstag erreichte die Rendite der viel beachteten US-Anleihe im zehnjährigen Laufzeitbereich fast fünf Prozent. Der Anstieg ist um so beachtlicher, als jüngste Signale aus der US-Notenbank Fed eigentlich auf vorerst stabile Leitzinsen hindeuten. Allerdings treten mit den wieder steigenden Rohölpreisen neue Inflationsrisiken hinzu.
Am Abend wird US-Notenbankchef Jerome Powell im Rahmen einer Diskussionsrunde in New York Gelegenheit haben, sich zur aktuellen Entwicklung zu äußern. "Entscheidend bei seiner Rede wird sein, ob Powell für die Sitzung am 1. November eine weitere Zinserhöhung in Aussicht stellt oder ob er sich den jüngsten Äußerungen seiner Kollegen anschließt, die die Märkte fast unisono auf eine Pause einstimmten", sagte Analyst Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets.
Im Dax waren die Papiere von SAP nach Quartalszahlen mit plus 5,1 Prozent auf dem ersten Platz. Der Softwarekonzern sieht sich nach deutlichen Zuwächsen vor allem im zukunftsträchtigen Cloud-Geschäft auf Kurs zu den Jahreszielen. Am Markt fielen die Reaktionen überwiegend positiv aus.
Bei Merck KGaA
Die Sartorius-Titel
Unter den hohen Zinsen leiden nach wie vor die Immobilienkonzerne besonders deutlich. Wie schon am Vortag landeten auch diesmal die Papiere des Immobilienkonzerns Vonovia
Im MDax büßten die Aktien der Online-Apotheke Redcare Pharmacy
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
Der Euro
Am deutschen Anleihemarkt stieg die Umlaufrendite von 2,91 Prozent am Vortag auf 2,94 Prozent. Der Rentenindex Rex
--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-Afx