Nachdem die Bayer-Aktie am Dienstag einen furiosen Kurssprung erlebt hat, brechen die Papiere am Mittwoch massiv ein. Das steckt jetzt hinter dem Abverkauf.
Bei den Aktionären von Bayer ist am Mittwoch die Euphorie scheinbar verflogen. So notiert die Aktie rund 8 Prozent tiefer als beim gestrigen Schlusskurs.
Noch am Dienstagnachmittag war der Aktienkurs erstmals seit Sommer 2023 fast wieder auf 50 Euro geklettert, nachdem der Pharma- und Agrarchemiekonzern einen umfassenden Sammelvergleich für die US-Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten angekündigt hatte.
Das steckt hinter dem Abverkauf
Dabei könnten jetzt einige kurzfristig orientierte Anleger erst einmal Kasse machen. Zudem sehen Experten den milliardenschweren Vergleich zwar als weiteren, sehr wichtigen Schritt, um das seit Jahren quälende Thema Glyphosat-Klagen endlich vom Tisch zu bekommen. Sie erinnern jedoch auch an noch offene Fragen. Denn laut dem JPMorgan-Experten Richard Vosser besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich zu viele Kläger gegen einen Vergleich entscheiden. Sollten es zu viele sein, würde der gesamte Deal laut Bayer platzen.
Charles Pitman-King von der Barclays-Bank weist auf die ohnehin noch ausstehende Entscheidung des obersten US-Gerichts hin, von der sich Bayer eine Präzedenzentscheidung erhofft. Offen sei aber, was passiere, wenn die Richter des US Supreme Courts nicht zugunsten von Bayer entscheiden. Die Richter müssen entscheiden, ob Bundesrecht zu Warnhinweisen beim Verkauf der Unkrautvernichter - wie Bayer argumentiert - über dem Recht von Bundesstaaten steht.
Bayer-Aktie trotzdem ein Kauf?
Nach der Euphorie am Dienstag realisiert die Börse also, dass bei Bayer noch nicht wieder alle Ampeln auf grün stehen.
Warum die BÖRSE ONLINE-Redaktion jetzt aber trotzdem optimistisch für Bayer ist (was sich für Anleger bisher bewährt hat) und wie weit die Aktie noch steigen kann, lesen Sie in der Ausgabe 07/26. Hier geht es zur digitalen Version.
Enthält Material von dpa-AFX
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.