Borussia Dortmund-Aktie minus zehn Prozent - Bayern München schließt auf
· Börse Online Redaktion
Während die Borussia am Wochenende mit einer Niederlage beim Abstiegskandidaten FC Augsburg den nächsten Rückschlag einstecken musste, schloss der zur Winterpause noch abgeschlagene FC Bayern durch einen eindrucksvollen 5:1-Sieg beim Mitkonkurrenten Borussia Mönchengladbach auf. Kurz vor Weihnachten waren es zeitweise noch neun Punkte, die den BVB von den Münchenern trennten. Die Tabellenführung behaupten die Dortmunder nur noch dank des besseren Torverhältnisses.
Einem Börsianer zufolge ist beim Rennen um die deutsche Meisterschaft das Momentum im letzten Drittel der Saison ganz klar beim FC Bayern. Sportlich rückten die ehemals noch so nahen Ziele für die Westfalen überraschend schnell in weite Ferne, sagte der Händler. Am Ende drohe der BVB, der bis vor wenigen Wochen noch hoffnungsvoll in drei Wettbewerben vertreten war, am Ende mit leeren Händen dazustehen. "Die Nerven bei den Investoren liegen entsprechend blank", sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank.
Im DFB-Pokal war war Borussia Dortmund im Achtelfinale ausgeschieden und in der lukrativen Champions League droht das Aus. Ein 0:3 aus dem Hinspiel gegen den englischen Spitzenclub Tottenham aufzuholen, würde sportlich wohl einem Wunder gleichkommen. Schon am Dienstag droht besiegelt zu werden, dass sich die Dortmunder aus dem Millionenspiel der europäischen Eliteliga verabschieden.
Beim Kurs setzt sich die Talfahrt der vergangenen Wochen fort. "Die bisherigen Kaufargumente für die Aktie fallen nun vorerst einmal weg", resümierte ein Börsianer. Für Anleger ist es ein zusätzliches Warnsignal, dass die Papiere am Montag nach mehr als sieben Monaten wieder unter die 200-Tage-Linie absackten. Unter chartorientierten Anlegern gilt diese als wichtiges Indiz für den längerfristigen Trend.
2018 hatte der sportliche Erfolg die Aktien noch auf eine Rally geschickt: Im November hatte der Kurs mit einem Rekordhoch über 10 Euro erstmals seit mehr als 17 Jahren wieder zwei Stellen vor dem Komma. Sie hatten sich dabei 2018 binnen weniger Monate mehr als verdoppelt. Als Kurstreiber wurden mit dem sportlichen Erfolg auch immer wieder die guten Finanzperspektiven angeführt - zusätzlich angetrieben durch lukrative Spielertransfers.
dpa-AFX
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