Compugroup-Aktie: Günstiges Papier nimmt Kurs auf neues Allzeithoch
· Börse Online Redaktion
Das positive Marktumfeld und eine erfolgreiche Wachstumsstrategie haben die Zahlen zum zweiten Quartal gut ausfallen lassen: Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 126,3 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte sogar um 25 Prozent auf 23,3 Millionen Euro.
Auf Seite 2: Auf Einkaufstour
Auf Einkaufstour
Um auch künftig dynamisch wachsen zu können, will der Softwareanbieter hauptsächlich in Europa weiter zukaufen. "Als Übernahmekandidaten kommen für uns nur führende Anbieter von Arztinformationssystemen oder Apothekensoftware infrage", so Finanzvorstand Christian Teig. Jüngst hat Compugroup Medical zwei Darlehen mit einem Gesamtvolumen von 400 Millionen Euro erhalten. Davon sollen etwa 100 Millionen für weitere Akquisitionen verwendet werden.
Anfang September hat der TecDAX-Konzern eine 80-prozentige Beteiligung an Farma3tec erworben. Diese Firma entwickelt Softwarelösungen für Apotheken in Italien und ist in diesem Bereich die Nummer 2 hinter dem Marktführer Studiofarma, den Compugroup Medical bereits Ende 2013 übernommen hat. "Im Rahmen der Konzernintegration von Farma3tec werden wir Synergien realisieren, indem wir etwa unsere Produktlinie aus Deutschland in das Unternehmen einbringen", erklärt Teig, der in Italien mittelfristig "große Erfolge" erwartet.
Darüber hinaus dürfte sich die positive Geschäftsentwicklung in den USA fortsetzen, zumal dort der Direktvertrieb ausgebaut wird. Und in Deutschland sorgt die für 2015 geplante Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Wachstumsfantasie. Der Softwarekonzern könnte voraussichtlich ab 2016 allen deutschen Bestandskunden Onlinezugangsprodukte verkaufen, die mit der elektronischen Gesundheitskarte konform sind. Aus Anlegersicht interessant ist zudem, dass die Ebitda-Marge im nächsten Jahr infolge der Integration und Optimierung der 2014 übernommenen Unternehmen laut Analystenschätzungen von 20 auf 23 Prozent steigen dürfte.
Auf Seite 3: Investor-Info
Buchtipp: Stock-Picking mit Nebenwerten
Jeder Anleger kennt die Werte aus den großen Indizes. Außerhalb von DAX, MDAX und TecDAX nimmt die Coverage jedoch drastisch ab. Schon im SDAX werden nicht alle Titel regelmäßig analysiert und wenn, dann nur von wenigen Experten. In ihrem zeitlosen, nun unverändert neu aufgelegten Klassiker „Stock-Picking mit Nebenwerten“ zeigt die im September 2020 verstorbene Börsenexpertin Beate Sander, wie Anleger erfolgreich auf die Suche nach interessanten Nebenwerten gehen können. Die Small-Cap-Indizes einfach durch Zertifikate nachzubilden dürfte angesichts der vergangenen Kurssteigerungen nicht mehr lohnend sein. Die gezielte Auswahl aussichtsreicher und unterbewerteter Papiere wird aber lukrativ bleiben. Dafür liefert Beate Sander gewohnt eloquent und kompetent das nötige Rüstzeug.
Autoren: Sander, Beate
Seitenanzahl: 304
Erscheinungstermin: 15.07.2021
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-86470-785-8