Nach verfehlten Jahreszielen ging es für die Aktie des deutschen Mobilfunk- und TV-Anbieters steil bergab. Stabile Einnahmen im Mobilfunk und eine wachsende Abonnentenbasis im TV-Geschäft könnten nun wieder für Aufwind sorgen.
Stabile Mobilfunkumsätze und Wachstum im Streaminggeschäft: Nach einer längeren Schwächephase könnte es für die Aktie von Freenet wieder aufwärts gehen. Nachdem der Mobilfunk- und TV-Anbieter im Vorjahr seine Ziele verfehlt hatte, lief das Geschäft im ersten Quartal 2026 wieder solide.
Der Umsatz sprang um 26,1 Prozent auf 761,9 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank zwar um 3,6 Prozent auf 122,0 Millionen Euro, lag damit aber dennoch über den Erwartungen. Belastet wurde das Ergebnis durch einen Sondereffekt aus einer Vereinbarung mit einem Netzbetreiber. Das Management bestätigte dennoch die Prognose für 2026.
Der gestiegene Umsatz ist vor allem auf die Integration des Mobilfunkvermarkters Mobilezone Deutschland zurückzuführen. Man sehe sich operativ gut aufgestellt, um die vertraglichen Belastungen im Mobilfunk aktiv zu managen und die Wachstumsdynamik im Fernsehgeschäft fortzufahren.
Wachstumsgeschäft Streaming
Der gestiegene Umsatz ist vor allem auf die Integration von Mobilezone Deutschland zurückzuführen. Der netzunabhängige Mobilfunkvermarkter gehört seit dem 31. Dezember 2025 sollständig zur Freenet-Gruppe. Vor allem die Hardware-Umsätze haben sich durch die Integration spürbar erhöht: Sie stiegen im ersten Quartal 2026 um 120,1 Prozent auf 126,6 Millionen Euro.
Weiteres Wachstumspotenzial dürfte für Freenet vor allem im Streaminggeschäft liegen. Der TV-Streaming-Dienst waipu.tv erreichte 2025 die Gewinnzone und steuerte 36 Millionen Euro zum EBITDA bei. Für das laufende Jahr erwartet das Management ein EBITDA von 45 bis 55 Millionen Euro. Im ersten Quartal kamen 42.100 neue Abonnenten für hinzu. Damit nutzen nun knapp 1,8 Millionen Kunden den TV-Dienst.
Dividende auf Rekordhöhe
Auch für Dividendenanleger ist die Freenet-Aktie interessant. Auf der Hauptversammlung in der vergangenen Woche wurde eine Rekordausschüttung in Höhe von 2,07 Euro beschlossen. Die Dividendenrendite liegt damit bei 7,6 Prozent.
Die Freenet-Aktie ist in den vergangenen Monaten stark unter Druck geraten. Nachdem im Februar bekannt wurde, dass der Mobilfunk- und TV-Anbieter seine Geschäftsziele für das zurückliegende Jahr verfehlt hatte, geriet der Aktienkurs deutlich ins Rutschen. Die Kaufempfehlung von Börse Online wurde an der Unterstützungszone bei 26 Euro knapp ausgestoppt. Ob die Börse-Online-Redaktion die Aktie erneut zum Kauf empfiehlt, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe 22/2026, die ab sofort als E-Paper und ab Freitag am Kiosk erhältlich ist.
Häufig gestellte Fragen
Wie hat sich die Freenet-Aktie zuletzt entwickelt?
Die Freenet-Aktie hat in den vergangenen Monaten deutlich an Wert verloren. Auslöser war vor allem die Nachricht, dass der Mobilfunk- und TV-Anbieter seine Geschäftsziele für 2025 verfehlt hat.
Welches Potenzial bietet das Streaminggeschäft für Freenet?
Mit dem TV-Streaming-Dienst waipu.tv kann Freenet sein Geschäftsmodell breiter aufstellen und zusätzliche Erträge außerhalb des klassischen Mobilfunkgeschäfts erzielen.
Was ist für Dividendenanleger an Freenet besonders interessant?
Für Dividendenanleger ist bei Freenet die jüngste Rekordausschüttung von 2,07 Euro je Aktie besonders interessant. Das entspricht einer Dividendenrendite von 7,7 Prozent.