Stabile Einnahmen, wachsende Datenmengen – und bei einigen Unternehmen endlich sinkende Investitionen: In der Telekombranche entsteht daraus eine spannende Cashflow-Mischung.

In unruhigen Marktphasen suchen Anleger vor allem eines: Planbarkeit. Genau hier spielt die Telekombranche ihre Stärken aus. Die Nutzung der Netze steigt, die Datenmengen wachsen – und neue Anwendungen rund um KI dürften diesen Trend zusätzlich beschleunigen. Kein Wunder also, dass europäische Telekomwerte zuletzt relativ stärker liefen als der breite Markt. Rückenwind kommt zudem von Analystenseite: Morgan Stanley hat den Sektor jüngst auf „Übergewichten“ hochgestuft.

Der Investment-Case ist schnell erklärt: Viele Unternehmen haben ihren Investitionshöhepunkt überschritten. Sinkende Kapitalausgaben können freie Cashflows spürbar verbessern – und damit Dividenden, Aktienrückkäufe oder Schuldenabbau ermöglichen. Gerade in einem politisch und konjunkturell schwer kalkulierbaren Umfeld kann das ein Stabilitätsanker im Depot sein.

Eurotelesites – Immobilie im Funkmast-Gewand

Ein spannender Spezialfall ist Eurotelesites. Das österreichische Unternehmen bewirtschaftet Mobilfunkmasten – ein Geschäftsmodell, das an Immobilien erinnert: Masten werden gegen feste, teils indexierte Entgelte an Netzbetreiber vermietet. Der Hauptmieter stammt aus dem eigenen Konzernumfeld (historisch), doch der eigentliche Hebel liegt woanders: Zusätzliche Mieter können an bestehenden Standorten vergleichsweise günstig andocken.

Das ist für Anleger interessant, weil Wachstum hier nicht zwingend bedeutet, dass die Kosten im gleichen Tempo steigen. Wenn die Auslastung der bestehenden Infrastruktur zunimmt, kann Eurotelesites Umsatz und Wert der Vermögensbasis erhöhen, ohne ein riesiges neues Investitionsprogramm aufzulegen.

Hinzu kommt die Bilanz-Story: Mit der Abspaltung wurden auch Schulden übernommen – doch der Abbau läuft. Wenn sich die Verschuldungskennzahlen weiter verbessern und gleichzeitig die Einnahmen stabil bleiben, könnte genau diese Kombination mittelfristig Wert für Aktionäre freisetzen, der im Kurs noch nicht voll reflektiert ist.

Telekom ist nicht langweilig – zumindest dann nicht, wenn der Zyklus von „viel investieren“ zu „viel Cashflow ernten“ dreht. Wer auf stabile Einnahmen setzt und zugleich auf den Moment wartet, in dem mehr Geld bei den Aktionären ankommt, findet in der Branche aktuell mehrere aussichtsreiche Kandidaten. Die ausführliche Analyse und drei weitere aussichtsreiche europäische Telekom-Aktien finden Sie in der neuen Ausgabe von BÖRSE ONLINE.

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