Der Versicherungsriese schüttet fast so viel aus wie alle 50 MDAX-Unternehmen zusammen. Auch wegen ihrer Kontinuität ist die Aktie ein Dividendenliebling der Deutschen und jetzt einen Blick wert.

Die Allianz-Aktie zählt zu den beliebtesten Dividendenaktien in Deutschland. Der Versicherungsriese hat in den vergangenen Jahren die Ausschüttung nicht nur um durchschnittlich acht bis zehn Prozent pro Jahr erhöht, auch die Dividendenrendite hebt sich mit durchschnittlich vier bis fünf Prozent von der breiten Masse deutlich ab.

Dabei verfolgt die Allianz das Ziel, ­regelmäßig mindestens 60 Prozent des bereinigten Konzerngewinns an seine ­Aktionäre weiterzugeben. Und zusätzlich zur Dividende wird auch über Aktien­rückkäufe Kapital an die Aktionäre ausbezahlt.

Diversifiziertes Geschäftsmodell

Vor allem die absolute Höhe der Ausschüttung wirkt imposant: Mit rund 6,5 Milliarden Euro dürfte die Allianz laut Analystenschätzungen für 2025 so viel Dividende wie kein anderer Konzern in Deutschland zahlen. Das wäre in Summe ungefähr so viel wie alle im DAX vertretenen Autobauer zusammen — oder fast so viel wie alle 50 MDAX-Unternehmen ­kumuliert (7,6 Milliarden Euro).

2025 zählte die Allianz-Aktie neben Rheinmetall und SAP zu den Titeln mit den größten Umsätzen an den Börsen Frankfurt und Xetra. Dabei kann sich auch die Kursperformance der Aktie im vergangenen Jahr sehen lassen — ein weiteres wichtiges Kaufkriterium für Aktionäre. Mit plus 31 Prozent schnitten die Allianz-Papiere 2025 deutlich besser ab als der DAX, der 22 Prozent zulegte. Allerdings konnten im deutschen Finanzsektor vor allem bei Banken noch bessere Zuwächse erzielt werden, unter anderem bei der Commerzbank (plus 132 Prozent) und der Deutschen Bank (plus 98,6 Prozent).

Ein weiterer Pluspunkt der Aktie: Die Allianz verfügt als global agierendes Versicherungsunternehmen über ein diversifiziertes Geschäftsmodell, regelmäßigen Cashflow und starke Gewinnzahlen, was die Fähigkeit zur Dividendenzahlung unterstützt.

So stieg das operative Ergebnis im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025 um 13 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro und übertraf damit laut Analysten in allen Bereichen die Erwartungen. Laut Vorstandschef Oliver Bäte könnte damit der Jahresgewinn zwischen 17 und 17,5 Milliarden Euro liegen, somit oberhalb der zunächst anvisierten 15 bis 17 Milliarden Euro. Für 2025 ist eine Dividende von 15,40 (Vorjahr: 13,80) Euro je Aktie in Aussicht gestellt.

Kurspotenzial ausgeschöpft?

Analysten werden angesichts der starken Kursentwicklung zunehmend skeptisch, was das weitere Aufwärtspoten­zial der Aktie angeht. Nur Berenberg hat zuletzt eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 431 Euro abgegeben, was ­einem Kurszuwachs von zehn Prozent zum aktuellen Niveau entspricht. Die meisten anderen sehen dagegen das Potenzial ausgereizt. „Der Magen ist voll nach dem Fest“, bringt es ein UBS-Analyst plakativ zum Ausdruck.

Doch als Dividendenwert bleibt die ­Allianz auch weiterhin eine Top-Adresse in Deutschland.  

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Dieser Text stammt aus der aktuellen Ausgabe von BÖRSE ONLINE (Heft 03/2026). Sie können die komplette Ausgabe unter diesem Link direkt als E-Paper kaufen.

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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf ­bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die ­Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.