Europas Anleger machen Bogen um Aktien
· Börse Online Redaktion
Zuletzt hatten vor allem Konjunktursorgen die Märkte ins Minus gedrückt. Der Dax hat seit Monatsbeginn 6,6 Prozent, der EuroStoxx50 8,2 Prozent verloren. Für Bauchschmerzen sorgten einige enttäuschende US-Konjunkturdaten, die die Angst vor einer deutlichen Abkühlung der Weltwirtschaft verschärften. In dieser Woche fürchten Investoren neue Hiobsbotschaften aus China und der Euro-Zone. Analysten gehen davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik im dritten Quartal auf 7,2 Prozent von 7,5 Prozent abgeschwächt hat. Die Zahlen werden am Dienstag veröffentlicht. Am Donnerstag stehen dann die Einkaufmanagerindizes für Industrie und Dienstleistungen aus der Euro-Zone auf der Agenda.
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SAP ENTTÄUSCHT MIT PROGNOSE
Der Zwischenbericht von SAP trug ebenfalls nicht zur Stimmungsaufhellung bei. Die wachsende Nachfrage nach Cloud-Software zulasten des klassischen Lizenzgeschäfts dämpft die Gewinnerwartung des Konzerns. Die im Dax gelisteten Aktien gaben zeitweise 5,4 Prozent auf 51,11 Euro nach, den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Das operative Betriebsergebnis soll 2014 nun in einer Spanne von 5,6 bis 5,8 Milliarden Euro liegen statt bei 5,8 bis 6,0 Milliarden Euro. Grund sei der Wechsel von Kunden zur Mietsoftware aus dem Internet, da sich die Erlöse hier auf einen längeren Zeitraum verteilen als beim Lizenz-Verkauf, erklärte SAP. DZ-Bank-Analyst Harald Schnitzer äußerte sich dennoch zufrieden: "SAP zeigt eine überplanmäßig positive Entwicklung im vielversprechenden Cloud-Geschäft. Wir bleiben optimistisch."
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MÖGLICHES INTERESSE AN REEBOK TREIBT ADIDAS
Deutlich nach oben ging es dagegen für Adidas : Das mögliche Interesse einer Investorengruppe an der US-Tochter Reebok sorgte für ein Kursplus von bis zu sieben Prozent. Laut "Wall Street Journal" steht eine Offerte von 2,2 Milliarden Dollar für Reebok kurz bevor. Die Nachricht werde angesichts des möglichen Kaufpreises erst einmal positiv aufgenommen, erklärte ein Händler. Equinet-Analyst Ingbert Faust geht davon aus, dass die Aktien kurzfristig weiter steigen sollten, wenn das Kaufangebot tatsächlich lanciert und von Adidas auch angenommen werde. Allerdings sei noch unklar, wie eine solche Entscheidung die langfristige Strategie von Adidas in den USA beeinflussen würde.
Im MDax griffen Anleger bei Metro zu. Die Aktien rückten um zwei Prozent vor. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 und im vierten Quartal hat der Handelskonzern den flächenbereinigten Umsatz gesteigert. Die Gewinnprognose für das abgelaufene Geschäftsjahr dürfte Metro erreicht haben.
Bei der Software AG wirkte sich ein Analystenkommentar positiv aus. Morgan Stanley hatte die Titel auf "Overweight" von "Equal-Weight" hochgenommen. Die Aktien setzten sich mit einem Plus von 3,4 Prozent an die TecDax -Spitze.
Reuters
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