Die Fraport hat ihre Geschäftszahlen für das erste Quartal 2026 offengelegt. In allen Märkten zeigte sich eine positive Entwicklung, die auch durch den anhaltenden Iran-Krieg oder einen Streik im April nicht gedämpft wurde.
Der Iran-Krieg sorgt vor allem im Tourismus- und Luftfahrt-Bereich erste Auswirkungen. Doch scheinbar trifft dies nicht auf die Fraport AG zu. Der Frankfurter Flughafen ist nach der Errichtung von Terminal 3 so belebt wie selten und auch die ersten Quartalszahlen 2026 zeigen eine positive Entwicklung auf.
Zahlen nicht nur positiv - Ziel bleibt bestehen
Von Januar bis März konnte die Fraport AG einen Umsatz von 882,1 Millionen Euro verzeichnen, was einem Anstieg um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das Ergebnis vor Steuern stieg mit 10,4 Prozent sogar höher als erwartet auf 196 Millionen Euro an. Dennoch muss der Konzern seine Freude etwas zügeln: Der Verlust im Vergleich zum Vorjahr stieg von 26,4 Millionen auf 33,1 Millionen Euro. Dennoch bleibt der Frankfurter Konzern hartnäckig und belässt die Ziele für das Jahr 2026. So werden beispielsweise rund 66 Millionen Passagiere am größten deutschen Flughafen erwartet.
Anleger können aufatmen
Auch Analysten zeigen sich von diesem Schritt positiv angetan. So belässt etwa Jeffries die Fraport auf "Buy" mit einem Ziel von 95 Euro. JPMorgan und Barclays belassen das Wertpapier weiterhin auf "Overweight". Guido Hoymann vom Bankhaus Metzler attestiert dem Unternehmen einen "soliden Jahresstart" und setzt beispielsweise auf den Sommerflugplan, der einen leichten Anstieg versprechen dürfte. Andere Analysten hingegen beruhigt es, dass die Fraport AG zu ihren Jahreszielen hält.
Ein entscheidender Faktor für das Erreichen dieser ist jedoch die Treibstoffverfügbarkeit. Dass Kerosin immer teurer wird führt auch zu einem Rückgang zahlungswilliger Passagiere, wenngleich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht von einer Knappheit die Rede sein kann. Dennoch ist sich auch Analyst Andrew Lobbenberg der britischen Investmentbank Barclays nicht sicher, ob diese nicht doch noch eintritt. Der Aktienkurs von Fraport bestätigt jedoch die Quartalszahlen und so pendelt sie sich derzeit bei 68,55 Euro ein (Stand: 05.05.2026 um 12:44 Uhr). Anleger sollten weiterhin den Konflikt im nahen Osten im Auge behalten, obgleich der Rohölpreis der Optec-Länder deutlich gefallen ist.
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Häufig gestellte Fragen
Sind die Quartalszahlen der Fraport AG positiv?
Die Geschäftszahlen zeigen trotz Iran-Krise keine allzu negativen Entwicklungen. Im Gegenteil: Die Fraport AG konnte einen stabilen Jahresbeginn verzeichnen.
Wie haben Analysten das erste Quartal prognostiziert?
Sowohl der Gewinn vor Steuern (188 Millionen) als auch der entsprechende Verlust (26 Millionen) wurden von Analysten geringer eingeschätzt.
Welchen Gewinn vor Steuern erwartet die Fraport AG für 2026?
Insgesamt 1,5 Milliarden Euro sollen erzielt werden. Im Vorjahr lag die Fraport AG hier noch bei 1,44 Milliarden Euro.