Henkel-Aktie fällt: Konsumgüterkonzern legt zu - aber nicht so stark wie erwartet
· Börse Online Redaktion
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Die Erlöse von Henkel kletterten im zweiten Quartal um 9,6 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro und erreichten damit einen neuen Höchstwert, bereinigt um Wechselkurseffekte und Übernahmen blieb ein Plus von 2,2 Prozent, wie Henkel am Donnerstag mitteilte. Das organische Umsatzwachstum blieb damit am unteren Ende der von Henkel angestrebten Spanne von zwei bis vier Prozent. Das bereinigte betriebliche Ergebnis (Ebit) legte um elf Prozent auf 909 Millionen Euro zu. Vor allem im Geschäft mit Klebstoffen und Waschmitteln verdiente Henkel mehr, die durch die US-Übernahme Sun Products gestärkte Waschmittelsparte steigerte das bereinigte operative Ergebnis um 22,2 Prozent auf 298 Millionen Euro. Unter dem Strich und nach Anteilen Dritter stand ein Gewinn von 624 (Vorjahr: 561) Millionen Euro. Analysten hatten für den Konzern mit einem Umsatz von 5,23 Milliarden Euro und einem bereinigten Ebit von 915 Millionen Euro gerechnet.
Mit einem höheren Umsatz und Gewinn im Quartal hat Henkel am Donnerstag die Anleger nicht zufriedengestellt. Die Aktien fielen zeitweise um 4,2 Prozent auf 114,20 Euro und hielten damit im Dax die rote Laterne. Der Hersteller von Pritt und Persil hatte die Schätzungen der Analysten nicht ganz erreicht. Die Profitabilität sei in Ordnung, schrieben die Analysten von Baader Helvea. Allerdings sei das Wachstum nicht so berauschend. "Die unveränderte Prognose könnte als Signal verstanden werden, dass das Umfeld im zweiten Quartal sich etwas verschlechtert hat." Henkel sei eine "solide Story", aber es gebe in dem Sektor attraktivere Möglichkeiten.
Henkel-Chef Hans Van Bylen erwartet weiter ein "volatiles und unsicheres Marktumfeld", bekräftigte aber die Jahresziele. Im laufenden Jahr will Henkel das organische Umsatzwachstum um zwei bis vier Prozent steigern, die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll von 16,9 Prozent auf "mehr als 17,0 Prozent" zulegen.
Bei den Konsumgüterkonzernen liefen die Geschäfte zuletzt rund. Beim Nivea-Hersteller Beiersdorf hatte sich der Betriebsgewinn im ersten Halbjahr um fast zehn Prozent auf 561 Millionen Euro erhöht. Konkurrent L'Oreal hatte den Betriebsgewinn im ersten Halbjahr um 7,1 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar gesteigert. Die Erlöse des weltgrößten Kosmetikherstellers erhöhten sich um vier Prozent auf 13,4 Milliarden Euro.
rtr
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