Rheinmetall und Co. bleiben trotz voller Auftragsbücher unter Druck. Was Anleger zwischen Gewinnmitnahmen und NATO-Sorgen jetzt wissen müssen.
Die Aktie von Rheinmetall fand nach dem jüngsten Rücksetzer nur kurz Halt, und auch andere Rüstungswerte wie Renk, Hensoldt und TKMS sind heute wieder im Minus. Anleger schauen damit zugleich auf Politik und Marktstimmung.
Dünner Boden unter der Erholung der Rüstungsaktien
Am Markt fehlte der Erholung schnell die Kraft. Der Dax verlor 1,4 Prozent, Rheinmetall gab nach einem zwischenzeitlichen Minus von rund drei Prozent zuletzt 0,4 Prozent ab. Hensoldt, Renk und TKMS verloren 0,9 bis 3,7 Prozent. Händler nannten Risikoabbau vor dem langen Osterwochenende und die Nervosität nach Donald Trumps neuer NATO-Drohung als Auslöser. Zwar stärkten der Demokrat Chris Coons und der Republikaner Mitch McConnell dem Bündnis den Rücken. Ruhe brachte das trotzdem nicht.
Die Aktie reagiert seit Wochen empfindlich auf jedes Signal, das Zweifel an Tempo und Umsetzung nährt. Laut dpa-AFX steckt Rheinmetall trotz der Gegenbewegung vom Mittwoch weiter in einem kurzfristigen Abwärtstrend, der schon im Januar begann. Kepler verwies zwar auf eine ermutigende Präsentation von Armin Papperger. Doch der Markt will mehr als eine starke Story hören. Bereits im März enttäuschte Rheinmetall mit einer Marge von rund 19 Prozent und einem schwächeren freien Mittelzufluss, obwohl der Konzern für 2026 ein Umsatzplus von 40 bis 45 Prozent auf 14 bis 14,5 Milliarden Euro anpeilt.
Fazit
Eine nachhaltige Erholungsrally bei den Rüstungsaktien lässt somit nach wie vor etwas auf sich warten. In der Zwischenzeit empfehlen wir unsere detaillierten Berichte vom 1. April 2026 zu Rheinmetall "Rheinmetall-Aktie startet durch: Diese Nachrichten sorgen für einen Kurssprung" und TKMS "Deutsche Rüstungsaktie zieht an: Analysten sehen nach Kursrückgang Kaufchance".
Anleger, die nicht auf Einzelaktien setzen wollen, werden vermutlich mit dem «Aktien für die Ewigkeit Index» glücklicher.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Renk.